Druckschrift 
Demokratie macht Schule?! : Politische Bildung und Demokratiebildung an Berliner Schulen 2024/25
Entstehung
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auch politische Akteur:innen müssen politische Handlungs- und Einflussmöglich­keiten aufzeigen nicht zuletzt auch aufgrund der verbreiteten Skepsis gegen­über dem Funktionieren der Demokratie unter den befragten Schüler:innen. Demo­kratische Funktionsmechanismen und das(konfliktimmanente) politische Handeln müssen gelernt werden, um(rechtspopulistischen) Präkonzepten wie zum Beispiel dem vermeintlichhomogenen Volkswillen oder der vermeintlichen Attraktivität einer starken Führungsperson entgegenzuwirken. Diese Notwendigkeit resultiert aus der hohen Zustimmung unabhängig von der Schulform, der Jahrgangsstufe und auch weiteren Vergleichsmerkmalen zu der(populistischen) AussageDie Politiker:innen im Bundestag sollten immer dem Willen der Bürger:innen folgen. Es ist Aufgabe realer Politik, von Politiker:innen, Parteien und Medien in Koope­ration mit(schulischer) politischer Bildung, Angebote und Kommunikations­wege zu schaffen, um Schüler:innen ein besseres Verständnis der Prozesse zu ermöglichen und dadurch Vertrauen aufzubauen. Formate direkten Austauschs zwischen Politik und Schüler:innen können dafür ein wichtiger Ansatzpunkt sein. 7.13 Zunehmend gesellschaftliches Engagement politische Partizipation aber abhängig vom sozialen Hintergrund Die Schüler:innen zeichnen sich nicht nur durch ein zunehmendes politisches Interesse aus, sondern auch durch eine vergleichsweise hohe Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement und politischer Partizipation. Im Vergleich mit den Vorgängerstudien(Achour/Wagner 2019; Achour/Höppner/Jordan 2020) ist dies eine positive Veränderung und kann als möglicherweise gewachsenes politi­sches Bewusstsein interpretiert werden. Am häufigsten engagieren sich die befragten Schüler:innen in Vereinen(wie Sport­oder Musikvereinen). Anders als andere Studien bestätigen die Daten nicht, dass ein überdurchschnittliches gesellschaftliches Engagement zum Beispiel in Vereinen und Initiativen maßgeblich vom hohen kulturellen Kapital oder Bildungsniveau abhängen muss, sondern entlang gesellschaftlicher Positionierungen variieren kann. Anders verhält es sich aber bei der politischen Partizipation, wie unten dar­gelegt wird. Insbesondere die hier befragten Schüler:innen der ISS/GemS nehmen sich Zeit für gesellschaftliches Engagement. Und obwohl an den beruflichen Schulen das geringste gesellschaftliche Engagement zu verzeichnen ist, geben auch hier immer 338 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.