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Ein starker Euro für die Souveränität Europas
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im puls e MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG EIN STARKER EURO FÜR DIE SOUVERÄNITÄT EUROPAS Ein starker Euro ist entscheidend für die Souveränität Europas, insbesondere nach Trumps Rück­kehr in die Weltpolitik: Ein starker Euro fungiert als Schutzschild. Ein europäischer Finanzmarkt hilft, den hohen Investitions­bedarf zu decken und Kapital in heimische Zukunftsprojekte zu lenken. Deshalb sollten wir eine aktive Finanzdiplomatie betreiben: Clearingstellen und Börsen innerhalb der EU nutzen, wichtige Rohstoffe in Euro fakturieren; eigene Referenzindizes, etwa für Energiepreise, entwickeln; strategische Transaktionen in Euro abwickeln; den digitalen Euro einführen; eine eigene Fiskal­kapazität und mehr gemeinsame europäische Anleihen bereitstellen. FLORIAN WITT UND DR. SEBASTIAN CAMARERO JUNI 2025 Executive Summary Ein starker Euro ist entscheidend für die Souveränität Europas. Prä­sident Macron betonte 2017 in seiner Rede an der Sorbonne die Be­deutung der europäischen Souveränität. Mit Trumps Rückkehr in die Weltpolitik steht die Souveränität Europas nun im Fokus politischer und wirtschaftlicher Akteure. Europäische Souveränität: Europäische Souveränität bedeutet, dass Europa seine Entscheidungen unabhängig trifft und seine Interessen durchsetzt. Die Währung spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine gemeinsa­me Währung schafft einen einheitlichen Wirtschaftsraum und reduziert Abhängigkeiten, wie z.B. durch die Unterstützung eines De-Risking in der Außenhandels- und Investitionspolitik mit China. Wirtschaftliche Stabilität: Ein starker Euro fördert die wirtschaftliche Stabilität in Europa. Er eliminiert Wechselkursschwankungen und erleich­tert Handel und Investitionen. Stabilität und Vertrauen in die Währung sorgen für niedrige Finanzierungskosten und schützen vor importierter Inflation. Ein funktionsfähiger europäischer Kapitalmarkt ist unerlässlich, um den hohen Investitionsbedarf zu decken und Kapital in heimische Zukunftsprojekte zu lenken. Geopolitische Resilienz: Die Stärke des Euro beeinflusst Europas geopolitische Resilienz und Einfluss. Ein stärkerer Euro und eine eigen­ständige Finanzinfrastruktur ermöglichen es Europa, unabhängiger zu agieren und seine außenpolitischen Ziele durchzusetzen. Ein internatio­nal gefestigter Euro schützt Europa vor externem finanziellem Druck und verschafft der EU mehr Gewicht in internationalen Institutionen. Innere Stärkung: Die innere Stärkung ist notwendig, um auf dem globalen Finanzmarkt attraktiv zu sein. Europäische Unternehmen, Ban­ken und Staaten sollten nicht übermäßig auf Finanzierung aus Drittstaa­ten angewiesen sein. Die Kapitalmarktunion und Bankenunion sollen einen starken, einheitlichen Finanzraum schaffen, der Europas Wirt­schaft repräsentiert und internationale Investoren anzieht. Äußere Anerkennung: Die weltweite Anerkennung des Euro ist ent­scheidend für die finanzielle Souveränität Europas. Europa sollte seine