im puls e FINANZIERUNG DER ENERGIEWENDE MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG Kosteneffizienz durch optimierte Infrastrukturdimensionierung: Vorhandene und neue Netze sollen möglichst vollständig genutzt werden. Kosteneffizienz durch Kostenreflexivität: Wer den Infrastrukturausbau verursacht, soll sich an den Kosten beteiligen. Wer zur besseren Netznutzung beiträgt(z.B. durch Speicher), soll belohnt werden. Kosteneffizienz durch bessere Finanzierung: Dies umfasst Maßnahmen von einer besseren Eigenkapitalausstattung der Unternehmen bis hin zu unbürokratischen Energiefonds für mehr Bürgerbeteiligung. AG ENERGIE UND UMWELT IM MANAGERKREIS DER FRIEDRICHEBERT-STIFTUNG JUNI 2025 Ins Zentrum der deutschen Energiepolitik rücken zunehmend neben Klimaneutralität und Versorgungssicherheit auch bezahlbare Energiepreise für Haushalte und Unternehmen. Obwohl die Erzeugungskosten erneuerbarer Energien(EE) sinken, treiben erhebliche Investitionen in neue Infrastruktur die Preise in die Höhe. Staatliche Zuschüsse und Steuersenkungen allein reichen nicht aus. Es sind strukturelle Anpassungen im Energiemanagement erforderlich. Die AG Energie und Umwelt des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung hat dazu Vorschläge entwickelt, die sich in diesem Impulspapier finden. Der Finanzierungsbedarf für die Energiewende(in der öffentlichen Energiewirtschaft) beläuft sich einer Studie von Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft(BDEW) und Ernst& Young(EY) zufolge auf gut 1,2 Bio. Euro bis 2035. 570 Mrd. Euro entfallen auf Erzeugungsanlagen, 250 Mrd. Euro auf Transportnetze, 220 Mrd. Euro auf Verteilnetze und 72 Mrd. Euro auf Fernwärme. In einer neuen gemeinsamen Ausarbeitung von Arbeitsgemeinschaft Fernwärme(AGFW) und Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) wird der Investitionsbedarf in der Fernwärme mit 43,5 Mrd. Euro allein bis 2030 beziffert. Unabhängig von der detaillierten Genauigkeit der Werte zeigt sich, dass es sich zum einen um einen außerordentlichen Betrag handelt, der zum anderen eine Vielzahl von großen und kleinen volkswirtschaftlichen Investitionen bedeutet – also keine konsumierte, sondern in Anlagevermögen umgewandelte Geldmenge. Diese sollte jedoch – unter der Zielstellung der Klimaneutralität spätestens im Jahr 2045 – möglichst effizient organisiert werden. Das gilt umso mehr nach der Entscheidung der neuen Bundesregierung, ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz einzurichten. Es wäre töricht, dieses Sondervermögen unvorbereitet und gleichsam mit der„Gießkanne“ ohne Berücksichtigung der spezifischen Investitionsbedingungen und-notwendigkeiten auszugeben. Angesichts der zuletzt gestiegenen Tiefbaupreise oder angesichts des Fachkräftemangels einfach nur mehr Geld zur Verfügung zu stellen, hätte Kostensteigerungen zur Folge, nicht schnelleren Klimaschutz. Und angesichts der Dimension der Investitionen stellen sich insbesondere Fragen der richtigen Schwerpunktsetzung, der Dimensionierung der Transformation, möglichst marktlicher, kostenreflexiver Anreize in der Transformation und schließlich solche der Reduzierung der Kosten der operativen Finanzierung.
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