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Wir erwarten mehr: Zeit für eine entschlossene Gleichstellungspolitik!
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IMPULS Yvonne Lott, Svenja Pfahl, Carolin Deuflhard, Ricarda Scholz, Hanna Völkle W  ir erwarten mehr: Zeit für eine ­entschlossene Gleichstellungspolitik! Auf einen Blick Deutschland hat ein zeitpolitisches Gleichstellungs­problem. Der Gender-Care-Gap liegt unter den Erwerbstätigen bei 8 Stunden, der Gender-Working­Time-Gap bei 7 Stunden pro Woche. Es ist höchste Zeit für eine entschlossene Gleichstellungspolitik, die Geschlechterungleichheiten wirksam bekämpft. Geschlechtergerechtigkeit darf kein Lippenbekennt­nis bleiben sie muss politische Realität werden. Dies ist die Chance der jetzigen Bundesregierung. Zeitpolitische Gender-Gaps In Deutschland wird viel gearbeitet. Insgesamt ­investieren Frauen durchschnittlich 54 Stunden pro Woche in Erwerbs ­arbeit und unbezahlte Sorgearbeit, Männer durchschnitt ­lich 53 Stunden, also eine Stunde weniger(WSI Gender ­Daten Portal 2025). Sorgearbeit, etwa Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Hausarbeit, ist unverzicht­bar für das Funktionieren der Gesellschaft und daher ein zentraler Teil der Arbeit, die tagtäglich geleistet wird. Erwerbstätige Frauen arbeiten durchschnittlich aber nicht nur eine Stunde pro Woche mehr als Männer. Sie ­leisten auch den überwiegenden Teil der unbezahlten Sorge­arbeit. Der Gender-Care-Gap, die Lücke in der Verteilung ­unbezahlter Haus- und Sorgearbeit, liegt bei 8 Stunden. ­Erwerbstätige Frauen leisten im Durchschnitt 8 Stunden mehr Sorgearbeit als erwerbstätige Männer(Lott 2024). Aufgrund von Sorgearbeit bleibt Frauen weniger Zeit für Erwerbsarbeit als Männern(DGB-Index Gute Arbeit 2024). Der Gender-Working-Time-Gap, also die Lücke in der Er ­werbsarbeitszeit von Männern und Frauen, beträgt 7 Stun ­den(Lott 2024) und der Anteil der Teilzeitbeschäftigten macht unter den Frauen fast 47 Prozent aus, unter Män ­nern hingegen knapp 12 Prozent(destatis 2025 b). Zudem unterbrechen Frauen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger als Männer aufgrund von Sorgearbeit. Unter den 25- bis 54-jährigen Eltern mit Kindern unter 6 Jahren sind 83 Prozent der Väter erwerbstätig, aber nur 50 Prozent der Mütter(destatis 2025a).  Wir erwarten mehr: Zeit für eine ntschlossene Gleichstellungspolitik! 1