Nachwort: Kommunalpolitik mit Haltung und Respekt Liebe Leser:innen, auch in den Kommunalparlamenten haben sich die Koordinaten verschoben. Mit dem Erstarken populistischer und rechtsextremer Akteure ist eine neue Tonalität in die Parlamente eingezogen. Der Politikstil ist aggressiver, polarisierender und emotionalisierender geworden. Gezielte Provokationen und Konfrontationen gehören dabei zu deren Kerngeschäft. Das Schlimme daran ist, dass diese Art der Politik bei vielen Menschen verfängt. Wie können wir dem begegnen? Die Sozialwissenschaft gibt uns dazu Hinweise. Nach wie vor ist gute Kommunalpolitik eine, die aufklärt und somit auf Wissen basiert. Deshalb vermitteln wir in unseren Bildungsangeboten Wissen und damit können wir auch einen Teil der Menschen überzeugen. Aber ein Zweites ist wichtig: Wir müssen uns in der Kommunalpolitik auf das Tempo der Veränderung einstellen, das die Bürgerinnen und Bürger bereit sind mitzugehen. Wenn wir das nicht schaffen, entfernen wir uns von denjenigen Menschen, die Angst haben, den Anschluss zu verlieren. Der Soziologe Steffen Mau nennt das die Veränderungsmüdigkeit. Deshalb müssen wir unsere politische Strategie und unser Verhalten gegenüber denen, die wir in den Kommunalparlamenten vertreten, verändern. Das ist der zweite Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit: lernen, reflektiert zu planen und zu handeln. Sich in andere hineindenken und deren Bedürfnisse ergründen und verstehen. Zuhören und Menschen beteiligen. 34 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
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