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Brücken bauen für eine starke Demokratie : aufsuchende politische Bildung in der Friedrich-Ebert-Stiftung : Abschlussbericht
Entstehung
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1. Hintergrund Die Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) sieht ihren Auftrag in der Stärkung und Verteidigung der Demokratie in Deutschland. Die erfolgreiche Umsetzung dieses ­Auftrags setzt die enge Zusammenarbeit mit den Menschen im Land voraus. Als eine der bedeutendsten Institutionen der politischen Bildung vertritt die FES den Anspruch, ihre umfassen­den Angebote zur politischen Information, Bildung und Förderung ­einer breiten Mehrheit im Land zugänglich zu machen. Eine ­Demo­kra‑ ­tie bleibt nur lebendig und resilient, wenn sie von einer größtmög­li­chen Zahl an Menschen mitgestaltet wird und diese aktiv an den ge­sellschaftspolitischen Diskursen und Entwicklungen teilhaben. Zugleich muss sich die FES jedoch eingestehen, dass es zunehmend schwieriger wird, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Men­‑ schen im Land haben das Gefühl, in einem permanenten Krisenmo­dus zu sein; und tatsächlich sind die gesellschaftlichen und poli­tischen Herausforderungen, mit denen die Menschen seit nunmehr über einem Jahrzehnt konfrontiert sind, enorm: Finanzkrise, Coro­‑ na-Pandemie, Krieg und Inflation in Europa, wirtschaftliche Stagnati­on sowie zunehmende Belastungen im Alltag der Menschen durch Krisen in der Bildung, der Infrastruktur, im Gesundheitswesen und auf dem Wohnungsmarkt. Über­forderung und Erschöpfung machen sich in der Gesellschaft breit. Und immer mehr Menschen sind enttäuscht von der Politik und skeptisch gegenüber den Lösungsvorschlägen der Regierenden. Nicht selten haben sie das Gefühl, dass ihre Sorgen nicht gehört und ihre Probleme nicht gelöst werden. Im schlimmsten Fall wenden sie sich von der Politik ab, resignieren oder fallen auf die falschen Versprechen demokratiefeindlicher Kräfte herein. Zudem sind Debatten und Aushandlungsprozesse sowohl in der Öffentlich­keit als auch im Privaten von einer zunehmenden Polarisierung ge­prägt. Das verunsichert Menschen und belastet den Wettbewerb um Ideen, Meinungen und Perspektiven, der für die Demokratie wesent­lich ist. Die Verantwortlichen der politischen Bildung stehen deshalb vor einer besonderen Herausforderung: Selten zuvor war politische Bildung in Deutschland wich­tiger als heute, und zugleich gelingt es immer weni­ger, Zielgruppen zu erreichen, die sich nicht ohnehin schon für die Demokratie engagieren. Zweifellos ist es für die FES unverzichtbar, sich mit Personen und Institutionen zu vernetzen und zu verbünden, Brücken bauen für eine starke Demokratie 3