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Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, 1848
Vorbemerkung des Herausgebers
Auf dem Gründungskongress des»Bundes der Kommunisten«(Juni 1847), der unter maßgeblichem Einfluss von Karl Marx und Friedrich Engels aus dem»Bund der Gerechten«, einem Geheimbund deutscher Handwerker in England, Frankreich und der Schweiz, hervorging, wurde als vorläufiges Ergebnis intensiver Programmdebatten ein»Entwurf des Kommunistischen Glaubensbekenntnisses« verabschiedet, in den Engels bereits einige Elemente der von Marx und ihm entwickelten Anschauungen einbringen konnte. Im weiteren Verlauf der Diskussionen innerhalb des Bundes verfasste Engels im Oktober/November 1847 die»Grundsätze des Kommunismus«, die von einem Teil der Bundesgemeinden angenommen wurden. Auf dem 2. Bundeskongress vom 29. November bis 8. Dezember 1847 in London konnten sich Marx und Engels schließlich mit ihrer Lehre vollständig durchsetzen. Der Kongress akzeptierte die von ihnen entworfenen neuen Bundesstatuten, in denen an die Stelle der alten Forderung nach Einführung der Gütergemeinschaft als»Zweck des Bundes« klar ausgesprochen war:»der Sturz der Bourgeoisie, die Herrschaft des Proletariats, die Aufhebung der alten, auf Klassengegensätzen beruhenden bürgerlichen Gesellschaft und die Gründung einer neuen Gesellschaft ohne Klassen und ohne Privateigentum«. Außerdem wurden Marx und Engels von dem Kongress beauftragt, das endgültige Programm des Bundes zu formulieren, das im Februar 1848 in London veröffentlichte»Manifest der kommunistischen Partei«, das in wissenschaftlicher Form die Grundfragen der von Marx und Engels entwickelten materialistischen Geschichtsauffassung sowie die Taktik und Strategie des Bundes herausarbeitete.