Programm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, beschlossen auf dem Parteitag in Heidelberg 1925
Vorbemerkung des Herausgebers
Nach einstimmiger Annahme eines kurzen Aktionsprogramms beschloss der Nürnberger Einigungsparteitag von SPD und Rest-USPD vom 24. September 1922 die Erarbeitung eines neuen Parteiprogramms. In die Programmkommission wurden Karl Kautsky als Vorsitzender und 15 weitere Personen gewählt, darunter Bernstein, Adolf Braun, Molkenbuhr, Stampfer, Ströbel, Crispien, Wilhelm Dittmann, Henke, Hilferding, Fritz Seger und Tony Sender.(Die Delegierten des drei Jahre später stattfindenden Heidelberger Parteitages kooptierten Robert Schmidt, Paul Levi und Paul Kampffmayer.) Die Programmarbeiten stagnierten jedoch in der Folgezeit. Vor dem Berliner Parteitag im Juni 1924 begründete Adolf Braun die Untätigkeit der Kommission mit der langen Erkrankung und Abwesenheit Kautskys, vor allem aber damit, »dass wir alle, die wir an dem Programm mitarbeiten sollen, die Mitglieder der Kommission, die Parteigenossenschaft, die Parteipresse, durch die Arbeit für die Partei vollständig in Anspruch genommen waren, so dass es schwierig war, die Programmkommission zu einer ernsthaften Konzentration ihres Willens auf die Schaffung des Parteiprogramms zusammen zu bekommen«. Die Delegierten stimmten einem Antrag aus Leipzig zu, ein neues Programm »dem Parteitag von 1925 zur Annahme vorzulegen«. Dem Entwurf, den Hilferding im folgenden Jahr, auf dem vom 13. bis zum 18. September 1925 in Heidelberg stattfindenden Parteitag, erläuterte, lag im Wesentlichen eine Ausarbeitung Karl Kautskys zugrunde. Nach Billigung von zwei unbedeutenden Abänderungsanträgen stimmte der Parteitag»unter Ablehnung aller übrigen Anträge dem vorgelegten Programmentwurf gegen ganz wenige Stimmen« zu und folgte auch der Bitte Hilferdings, die Frage eines Agrarpro
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