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Solidarität im 21. Jahrhundert : die Familie - soziales Kapital einer menschenwürdigen Gesellschaft ; Dokumentation einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Juni 2002 in Bonn
Entstehung
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50 jedes Thema, sei es das der Familie oder ein anderes, erfährt in der Öffentlichkeit Konjunkturen manchmal wird es heiß diskutiert, bald da­rauf ist es aber bereits wieder in Vergessenheit geraten. Sozialkapital und Familie als analytische Begriffe, nicht als Heilskonzepte Die dieser Tagung voranstehenden BegriffeSozialkapital undFamilie haben in der Gesellschaft überwiegend einen positiven Gebrauch. An­gesichts des Umstandes, dass sich ein Grundwerteforum mit ihnen be­fasst, scheint man sich einige Hoffnungen in Bezug auf diese Konzepte zu machen. Es ist im Titel der Konferenz sogar vonmenschenwürdiger Gesellschaft die Rede. Familie und Sozialkapital werden somit als Basis­werte einer(jeden?) Gesellschaft angesehen. Doch die einfache Ver­mutung, ihr Zusammenhang ergebe sich gewissermaßen von selbst und zeuge in jeder möglichen Ausprägung schon positive Effekte, ist eine idealisierte Hoffnung, gegen die Einiges spricht. Deshalb werden hier ein paar Dämpfer präsentiert, ohne dass damit die Hoffnung ganz aufge­geben werden soll. Familie und Sozialkapital sind soziologisch nüchtern betrachtet gesell­schaftsanalytische Konzepte. Wir können uns mit ihnen überUmstände in der Gesellschaft informieren. Insofern sind sie dann nützlich, wenn sie uns überzeugende Orientierung bieten für mögliche Umgestaltungen. Doch zunächst zu einigen Anlässen der Skepsis aus soziologischer, speziell aus lebenslaufsoziologischer Sicht. Voreingestelltheiten der derzeitigen Reformdebatte Beobachtet man in faktisch registrierender Perspektive den öffentlich­politischen Diskurs, der seit spätestens Mitte der 1990er Jahre(z.B. seit der BerlinerRuckrede von Roman Herzog) vorherrschend ist, so besteht die Grundvoraussetzung der meisten konkreten Diagnosen zu einzelnen