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Solidarität im 21. Jahrhundert : die Familie - soziales Kapital einer menschenwürdigen Gesellschaft ; Dokumentation einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Juni 2002 in Bonn
Entstehung
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60 Fazit Bei dem Versuch, die Frage zu beantworten, in welcher Weise Familie an der Entstehung von Sozialkapital beteiligt ist, komme somit ich zu der Antwort, dass wir zunächst bestimmte Formen von familialer Entwicklung, die vielleicht Konkurrenzbeziehungen, Formen sozialer Ungleichheit beför­dern könnten, auszuschließen haben, und uns auf die Ebenen konzen­trieren müssen, auf denen eine Überbrückung von Familie und Gesell­schaft möglich erscheint. Hierbei wäre danach zu fragen, welche Trägergruppen eine Aufwertung von Familienbeziehungen und sozialem Kapital herbeiführen können. Dann sind vor allem die Generationen interessant, die in der Funktion von Elternschaft nachrücken. Denn wenn es tatsächlich so ist, dass Gesell­schaften wie die Bundesrepublik auf demografische Probleme zusteuern, dann reicht es nicht aus, sich nur mit den Eltern zu beschäftigen, die jetzt schon Eltern geworden sind, sondern insbesondere mit den Generationen, die kurz davor sind, Eltern werden zu können. Die Bedingungen, die für diese Generationen vorherrschen, werden entscheidend sein für die Frage, ob in den nachfolgenden Generationen das Vertrauen in die sie umge­bende Gesellschaft wächst, zu einem großen Anteil selbst in Elternschaft überzugehen oder nicht. Und die Form, in der sie dies tun, wird erhebliche Bedeutung dafür haben, wie auch in diesen Familien eine Überbrückung zu weiteren Formen des Sozialkapitals erfolgen kann.