Druckschrift 
Licht und Schatten: Fünf Jahre Labour : Zwischenbilanz im Zeichen jüngster Umfragen, Publikationen und der englischen Lokalwahlen im Mai 2002
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

BÜRO LONDON The Chandlery, Office 609 50 Westminster Bridge Road London SE1 7QY Director: Dr. Gero Maass Tel:+44-(0)20-7721 8745 Fax:+44-(0)20-7721 8746 e-mail: feslondon@dial.pipex.com website: www.fes.de/london BLICKPUNKT GROSSBRITANNIEN LICHT UND SCHATTEN : FÜNF JAHRE LABOUR ZWISCHENBILANZ IM Z EICHEN JÜNGSTER UMFRAGEN , P UBLIKATIONEN UND DER ENGLISCHEN L OKALWAHLEN IM MAI 2002 Dr. Gero Maass London, im Juni 2002 1. Zwischenbilanz: Fünf Jahre New Labour an der Macht "A new dawn has broken, has it not?, begrüßte Tony Blair die Nation am Morgen nach den Unterhauswahlen im Mai 1997. Daran gemessen ist es jetzt Mittag, in der Mitte des Blairschen Traumes eines Regierungsjahrzehntes von New Labour. Halbzeitbilanz mit"Licht und Schatten", wie der Journalist Jonathan Freedland seinen Geburtstagsessay im Guardian(1.5.02) überschrieb. Nach fast fünf Jahren im Amt zog der Premierminister im Rahmen eines Vortrages in der London School of Economics(am 12. März) eine Zwischenbilanz und sieht New Labour in seine dritte Phase eintreten: die erste Phase sei der Aufbau einer modernen Partei gewesen, die zweite Phase(der ersten Regierungsjahre) hätte die Grundlagen für die Zukunft gelegt, und in der dritten Phase gilt es nun, die Reformen voranzutreiben, die das Land transformieren und ihm dauerhaft eine bessere Gesellschaft geben soll. Selbst manch einem oder einer in den eigenen Reihen mag die Politik manchmal technokratisch vorkommen und es wird beklagt, dass "the idea of New Labour remains controversial or unclear". Indes: "There is a clear road map to our destination but sometimes it can be seen as if it were a mere technocratic exercise with no overriding moral purpose". Tony Giddens sah noch zu Jahresbeginn den 'Third Way' weiter auf dem Vormarsch( Where Now for New Labour, Januar 2002). Einige politische Beobachter bezweifeln dies und vermissen den"roten Faden", der sich durch die Labour-Initiativen ziehen sollte. Die Rhetorik des "Dritten Wegs" blieb ihnen blutleer und schwammig. Allerdings verbindet sich dies nicht unbedingt mit einer grundsätzlichen Kritik an den Politikergebnissen. Vielmehr lautet ihr Fazit gegenüber langläufiger Meinung: "New Labour is good in practise, bad in theory". Oberhausmitglied Lord Robert Skidelsky ging in seinem Five Years Labour Essay u.a. den Grundlagen und der Wertediskussion von New