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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland gens der Rat der Eidgenössischen technischen Hochschule in der Schweiz zueigen ge­macht(Jochem 2003). Die technischen Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, sind: erheblich verbesserte Wirkungsgrade bei der Umwandlung von Primärenergie(wie Erneuerbare Energien, Rohöl, Erdgas, Kohle) in Endenergie(z.B. Strom, Gas beim Kunden, Fernwärme, Benzin) und von Endenergie in Nutzenergie(Raumwärme, Licht, Kraft, Bewegungsenergie), z.B. durch Kraft-Wärme-Kopplung und Wärmepumpen; erheblich verringerter Nutzenergiebedarf pro Energiedienstleistung, z.B. durch Passiv­häuser, leichte Fahrzeuge, physikalisch-chemische oder biotechnische statt thermi­scher Prozesse; verstärkes Recycling, Wieder- und Weiterverwendung von energieintensiven Werk­stoffen sowie erhöhte Materialeffizienz; intensivere Nutzung langlebiger Güter durch Dienstleistungen wie Maschinen- und Geräte-Leasing oder Car-Sharing; verbesserte Planung von Industrie- und Siedlungsgebieten und bessere Durchmi­schung der Funktionen nach Gesichtspunkten der Energie- und Mobilitätseffizienz. Die drei wichtigsten Säulen einer effizienten und nachhaltigen Energiewirtschaft wollen wir im Folgenden eingehender betrachten: 1. Effiziente Energieverwendung, 2. Effiziente Energieerzeugung, 3. Erneuerbare Energien. 1.3.2 Effiziente Energieverwendung Effiziente Energieverwendung bedeutet, nur soviel Strom, Gas, Heizöl, Benzin und andere Endenergie für die Herstellung von Produkten, Dienstleistungen und die Befriedigung unserer Bedürfnisse aufzuwenden wie technisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll. Effiziente Energieverwendung ist áåíÉääáÖÉåíÉ Energieverwendung, sie ersetzt Energie­verbrauch durch Know-how und Technologie. Zugleich ersetzt sie damit den Import von Energie(Erdöl, Erdgas, Importkohle) durch heimische Wertschöpfung und Innovationen. Die Potenziale der effizienten Energieverwendung sind enorm, wie die folgenden heute schon realisierten Beispiele verdeutlichen: Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen heute im Durchschnitt ein Drittel weniger Strom als vor zehn Jahren, aber kosten im Kaufkraftvergleich eher weniger als damals. Die heute sparsamsten Geräte verbrauchen nur halb soviel Energie wie der heutige Durch­schnitt, und technisch ist noch mehr Einsparung möglich. Passivhäuser 3 brauchen nur 20% der Heizenergie eines Neubaus nach der Energieein­sparverordnung, ohne große Mehrkosten. Es gibt Passivhäuser auch als Büro- oder 3 Das Passivhaus geht über den Standard des Niedrigenergiehauses noch deutlich hinaus. Der Heizenergie­bedarf liegt nur noch zwischen 7 und 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Einschließlich Warmwasserbereitung und elektrischer Energie werden nur 30 bis 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter 9