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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland ren und so die Kosten minimieren können. Aber auch andere Akteure können das not­wendige professionelle Bindeglied in den Märkten für Anwendungstechnik darstellen. Obwohl einige marktimmanente ökonomische Anreize für Energieunternehmen existie­ren, sind sie zu schwach, um Energieeffizienz-Aktivitäten in dem Ausmaß anzuregen, das angesichts der vorhandenen Potenziale und der allgemeinen energie- und klimapoliti­schen Ziele erforderlich ist. Die Entwicklung dieser Märkte bedarf daher der Unterstüt­zung durch die Energiepolitik(vgl. Abschnitt 2.1.5.1 auf Seite 52) 1.3.7 Clean Coal Weltweit nehmen die CO 2 -Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger weiter zu. Mit rund 35% ist dabei die Stromversorgung einer der Hauptverursacher. Das World Energy Council(WEC) und die Internationale Energie Agentur(IEA) rechnen bis zum Jahr 2020 damit, dass der globale CO 2 -Ausstoß von heute rund 24,5 Mrd. t(Stand 2000) auf 36,6 Mrd. t ansteigen wird. Dies entspricht einer Erhöhung um fast 50% in nur zwanzig Jahren. Der auf die Stromerzeugung zurückzuführende Anteil steigt mit 69% den Erwar­tungen zufolge überproportional an. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist dabei die Verstromung von Kohle, die diesen Trendperspektiven entsprechend im Jahr 2020 zu CO 2 -Emissionen von rund 9,15 Mrd. t führen könnte und damit für etwa jede vierte Tonne Kohlendioxidausstoß verantwortlich zeichnen würde. Entscheidend für den hohen Anteil der CO 2 -Emissionen aus der Stromerzeugung ist der vergleichsweise niedrige Ausnutzungsgrad der eingesetzten Primärenergieträger. Welt­weit liegt der mittlere Nutzungsgrad der Kohleverstromung bei gerade einmal 32%, wobei regional deutliche Unterschiede zu verzeichnen sind. Während der bundesdeutsche Kraftwerksmix auf eine Brennstoffausnutzung von im Mittel 38% kommt, beträgt der Vergleichswert in China nur 22%. Neben der weltweiten Forcierung der Energie- und vor allem der Stromeinsparung sowie der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien ist eine sukzessive Erhöhung der Wirkungsgarde damit unerlässlich, um den zu erwartenden Anstieg der Emissionen aus der Kohleverstromung zu begrenzen. Eine einfache(wenn­gleich auch theoretische) Beispielrechnung zeigt, dass bei einem vollständigen Ersatz der heute bestehenden Kohlekraftwerke durch die heute beste, auf dem Markt verfügbare Technologie(Wirkungsgradniveau 43%) eine sofortige Minderung der CO 2 -Emissionen von mehr als 1,4 Mrd. t CO 2 /a(d. h. knapp 6% der globalen CO 2 -Emissionen) erzielt werden könnte. Auch auf der nationalen Ebene kommt der Erhöhung der Wirkungsgrade bei der Kohle­verstromung eine wesentliche Bedeutung zu. Unter Referenzbedingungen(Business as Usual) wird der Kohleverstromung in den nächsten Jahrezehnten nach Analysen der Enquete-KommissionNachhaltige Energieversorgung ein steigender Stromerzeugungs­beitrag von bis zu 220 Mrd. kWh zugewiesen(vgl. 131,5 Mrd. kWh im Jahr 2000). Nicht zuletzt, um den vereinbarungsgemäß rückläufigen Beitrag der Kernkraftwerke auszuglei­chen. Auch wenn ein Teil des zu erwartenden Anstiegs durch Maßnahmen im Bereich der Stromeinsparung oder andere Maßnahmen(z. B. Ausbau der dezentralen Stromerzeu­gung in Brennstoffzellen, Mikrogasturbinen, erneuerbare Energien) kompensiert werden 26