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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland Energieeffizienzmaßnahmen in Privathaushalten mit 15% der Ökosteuer-Einnahmen finanziert. Zwei Jahre nach Beginn des Prämiensystems war der Marktanteil energieef­fizienter Geräte enorm gestiegen, z. B. bei Waschmaschinen der Energieeffizienzklas­seA zwischen 1999 und 2001 von 40% auf 88%(Wuppertal Institut/ASEW 2003). Insbesondere im Bereich der Gebäude existieren hohe direkte und indirekte monetäre Anreize(z.B. Eigenheimzulage, Abschreibungsmöglichkeiten, Förderkredite). Diese sollten noch stärker als bis jetzt an den Zielsetzungen nachhaltiger Energiepolitik aus­gerichtet werden. Mobilisierung, Information, etc.:Weiche Instrumente wie Motivation, Informati­on, Vernetzung, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Training, und Labelling, aber auch die Förderung von Erstberatungen bzw. –Audits. Beispielsweise konnten mit Hilfe der von der Energieagentur Motiva in Finnland durchgeführten etwa 500 Energieanalysen in öffentlichen und privaten Betrieben 55% des dabei festgestellten Einsparpotenzials in der Industrie und 70% des dadurch identifizierten Einsparpotenzials im öffentlichen Bereich ausgeschöpft werden(Wuppertal Institut/ASEW 2003). Standardisierungen: Festlegung bzw. Weiterentwicklung von Mindesteffizienz­Standards für Gebäude, Produkte und Produktionsweisen; Qualitätsstandards für Er­fassungs- und Evaluierungsverfahren für die durch Energieeffizienzmaßnahmen einge­sparte Energie; unabhängige Vergabe von Qualitäts-Zertifikaten für Contracting­Unternehmen; Standardisierung von Ausschreibungsverfahren für nachfrageseitige Ressourcen und Energiespar-Contracting-Modellen. Energieeffiziente Beschaffung und Beschaffungspartnerschaften(Procure­ment): Öffentliche Beschaffer sollten durch verschiedene Maßnahmen z. B. Investi­tion- und Beschaffungsrichtlinien sowie zentraleEnergy Efficient Procurement Infor­mation Desks(Borg&Co et al. 2003) angewiesen und unterstützt werden, energie­effiziente Anschaffungen und Investitionen(einschließlich des Gebäudemanagements) zu tätigen; Förderung von Beschaffungskooperationen; Förderung von Innovations­partnerschaften zwischen Herstellern/Lieferanten und Großabnehmern zur Neu- oder Weiterentwicklung besonders energieeffizienter, bedarfsgerechter Technologien. Förderliche Rahmenbedingungen für die verstärkte Umsetzung von Energieeffi­zienz-Aktivitäten von Energieunternehmen und anderen Akteuren und die Entwick­lung eines Marktes für Energieeffizienz-Dienstleistungen. Hierzu zählen insbesondere Verpflichtungs- und Fondslösungen(vgl. hierzu ausführlicher Abschnitt 2.1.5.1 auf Seite 52), die Berücksichtigung der Energieeffizienz bei der Regulierung der Netz­betreiber(Thomas, Irrek, Kristof 2003) sowie rechtliche Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Klärung bestehender rechtlicher Interpretationsspielräume beim Intracting). Entscheidend ist dabei die intelligente Bündelung dieser Instrumente in zielgruppenspezifi­schen Markttransformationsprogrammen, um Synergieeffekte auszuschöpfen und die gewünschten Wirkungen auf die Energieeffizienzsteigerung auch erzielen zu können. 2.1.1.3 Lösungsansätze zum Ausbau der regenerativen Energien In der derzeitigen Energiepolitik wie im nationalen Klimaschutzprogramm hat der Ausbau erneuerbarer Energien hohe Priorität. Auf der Basis der vielfältigen heute schon bestehenden und erfolgreichen Maßnahmen und Projekte des Bundes(z.B. EEG und KfW-Förderung) können weitere, ergänzende 36