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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland Der Bereich der Netztechnik wird geprägt von großen, internationalen Technologiekon­zernen und Systemanbietern(Siemens, ABB, Alstom, General Electric etc.). Grundsätzlich läßt sich festhalten, dass im europäischen Vergleich die Technologien und Konzepte zur Nutzung und Netzeinbindung dezentraler Energiequellen in Deutschland insgesamt sehr weit entwickelt sind. Im Inland besteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Län­dern insbesondere hinsichtlich der Integration unterschiedlicher technischer Optionen. Für Deutschland ergibt sich somit die Chance, diese Ausgangsposition durch eine weitere Stärkung der Systemlösungskompetenz bei der Entwicklung dezentraler Energiesysteme aktiv auszubauen. Herausforderungen für die Zukunft sind: Analyse der strategischen Anforderungen und Entwicklungsperspektiven des Ge­samtsystems mit Schwerpunkt auf den neuen Wechselwirkungen und Lösungen für die optimale Kombination der verschiedenen Spannungsebenen und System­elemente; Identifikation der relevanten Akteure in Deutschland und Vernetzung der vielfälti­gen bestehenden Aktivitäten; Analyse von Technologielücken und Spezifikation von strategischen Forschungs­zielen(Roadmapping), die durch gezielte Maßnahmen aktiv angegangen werden sollen; systematische Verknüpfung der jeweiligen Technologieentwicklung mit Fragen der Systemintegration; Sensibilisierung und Information von Politik und Wirtschaft für dieses im Moment noch vernachlässigte Thema, insbesondere Aktivierung der EVU und Netzbetreiber (vor allem Stadtwerke und Regionalversorger als Hauptbetroffene); Stärkung der Sichtbarkeit und der Position Deutschlands als eine Kompetenzregi­on für dezentrale Energiesysteme; Analyse der Potenziale der Anpassung der heimischen Konzepte an Exportmärkte und andere Anwendungen mit Blick auf den global stark wachsenden Bedarf nach dezentralen Energieinfrastrukturen bzw. Inselsystemen. 2.1.1.5 CO 2 -Emissionshandel zur Förderung von Innovation und Marktposition nutzen Der EU-Emissionshandel wird ab 2005 ca. 3.500 bis 5.000 Unternehmen in Deutschland betreffen. Er wird zunächst auf das Treibhausgas CO 2 und auf bestimmte Branchen be­schränkt sein. Das so entstehende Handelssystem soll später auf alle Treibhausgase aus­gedehnt werden. Laut der EU-Richtlinie für Emissionshandel werden vor allem energiein­tensive Branchen betroffen(abhängig von leistungsbezogenen Schwellenwerten) sein: Energieumwandlung und-umformung(Strom- und Wärmeerzeugung, Feuerungsan­lagen, Mineralölraffinerien, Kokereien); darunter fallen auch Unternehmen(auch klei­ne und mittlere) sowie öffentliche Einrichtungen mit mehreren kleineren Feuerungsanlagen an einem Standort, die zusammen eine Feuerungswärmeleistung von mehr als 20 MW haben; 40