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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland chend ausgeweiteten Arbeitsauftrag und Budget könnte die Deutsche Energie-Agentur GmbH(Dena) in Kooperation mit den regionalen Energieagenturen diese Lobbyrolle übernehmen. Eine zielgruppenorientierte und technikspezifische Information ist dabei nur eine grundlegende Bedingung. Mit Hilfe eines Energieeffizienzfonds(siehe dazu Abschnitt 2.1.5.1 Energiewirtschaft auf S. 52) könnte die Dena bei der Mittelverwendung dieses Fonds als zentraler Akteur eine wichtige Mittlerposition übernehmen. Diese Aufgabe sollte die Dena in Kooperation mit der Energiewirtschaft, den Energieagenturen der Län­der und Kommunen, Vertragsunternehmen, den Verbraucherzentralen, Herstellern, Han­del, Planern und Handwerk für Effizienztechnik übernehmen. Das heißt, mit der Einfüh­rung eines Energieeffizienzfonds könnte die Wirkung der bisherigen Arbeit der Dena potenziert und der volkswirtschaftliche Nutzen einer Kombination von Effizienz und So­larenergietechnik flächendeckend maximiert werden. Außerdem benötigt die Dena ein erweitertes Mandat. Ein solches Mandat könnte im Rahmen eines strategischen Policy Mix zur Umsetzung einer nachhaltigen Energiewirt­schaft verliehen werden eine Strategie, die die Mehrheit der Energie-Enquete­Kommission im Jahr 2002 hinreichend präzise entwickelt hat. Die Umsetzung dieser Strategie wäre ein Zukunftsinvestitionsprogramm für Innovation, ökologischen Struktur­wandel und mehr Arbeit. 2.1.2 Gebäude Der Bereich Bauen und Wohnen ist mit einem 30 prozentigen Anteil am Gesamtenergiev­berbrauch einer der größten Energieverbrauchssektoren in Deutschland. Hier bestehen seit Jahren zu wenig genutzte Potenziale für Energieeffizienz, Energiekostensenkung und Emissionsminderung. Im Wohngebäudebereich hat Energiepolitik auch eine soziale Kom­ponente: Heiz- und andere Nebenkosten können für viele Haushalte eine hohe Zusatzbe­lastung zur Miete ausmachen. Qualitativ hochwertige und energieeffiziente Wohngebäu­de schaffen hier nicht nur Komfort und Lebensqualität, sondern sind gleichzeitig eine Versicherung gegen künftig weiter steigende Energiekosten. Gleichzeitig können durch Energieeffizienzpolitik im Bereich der energetischen Gebäudesanierung sowie des ener­gieeffizienten Neubaus zahlreiche Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Neben Innovationen im Bereich der Technik sind im Gebäudebereich vor allem auch innovative und zielgruppenspezifische Handlungsinitiativen auf allen Ebenen erforderlich. Wichtige Akteure, die zur Mitarbeit an einer nachhaltigen Energiepolitik für den Gebäu­debereich bewegt werden müssen sind auf der Nutzer- und Investorenseite: Hausbesitzer, Vermieter, Mieter, Hausverwalter; auf der Herstellerseite: Architekten und Ingenieure, Bauträger, Bauunternehmen, Handwerker, Hersteller und Handel von Bauprodukten und technischer Gebäude­ausrüstung; hinzu kommen Energieversorger, Energiedienstleister und Energieberater. Da diese Gruppen vielfach durch unterschiedliche und z.T. divergierende Interessenlagen sowie jeweils unterschiedliche technische, organisatorische und finanzielle Möglichkeiten gekennzeichnet sind, bleibt die heutige Baupraxis häufig weit hinter den technisch mögli­chen und wirtschaftlich sinnvollen Standards zurück. Insgesamt kommt es auch hier 43