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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland o In der Zielgruppe Wohnungswirtschaft sollte eine Selbstverpflichtungserklärung angestrebt werden, mit dem Inhalt, einen überdurchschnittlichen Beitrag zu den gewünschten Wohnungsmodernisierungen zu leisten. o Im Bereich der Einzeleigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern ist eine noch erheblich breiter angelegte Kampagne erforderlich, da hier pro Jahr einige tausend Eigentümer/-innen zu einer Sanierung ihres Gebäudes bewegt werden müssen. Eine besonders schwer zu aktivierende Gruppe sind die Besitzer/-innen von Eigentums­wohnungen, da hier bei den meisten Sanierungsaktivitäten komplette Eigentümerge­meinschaften gemeinsam agieren müssen. Hier sollte ggf. an eine spezifische Beratungs­und Informationsaktivitäten sowie Hilfestellungen bei der Abwicklung für diese Zielgruppe gedacht werden. Ein weiteres Instrument ist die Einrichtung einer zentralen Förderbera­tungsstelle zur Verbesserung der Inanspruchnahme von Bundesförderprogrammen. Bei der Mobilisierung der Zielgruppe kann als Anlass auf die Modernisierungs­pflichten der EnEV zurückgegriffen werden, die in Deutschland bis Ende 2006 zwei bis drei Millionen Heizungen betreffen werden. Nach der vom Bundestag am 17.10.2003 beschlossenen Fassung des Haushalts­begleitgesetzes 2004 sollte die Eigenheimzulage zunächst ganz abgeschafft wer­den. Statt dessen erfolgt als Ergebnis der Beratung des zwischenzeitlich angerufe­nen Vermittlungsausschusses nur eine 30-prozentige Kürzung der Eigenheimzula­ge. Der Bund sollte die Eigenheimzulage, die auch beim Kauf von Wohneigentum gezahlt wird, mit einer zusätzliches Lenkungswirkung ausstatten. So könnten z.B. die Erstellung eines Energiepasses im Rahmen einer entsprechenden Energie­beratung sowie eine umfangreiche energetische Sanierung im Zusammenhang mit dem Wohneigentumserwerb künftig durch eine Öko-Zulage, die zusätzlich zur Ei­genheimzulage gezahlt wird, gefördert werden. Zusätzlich zur Gebäudesanierung sollte ein breites aus dem KfW-Gebäudesanie­rungsprogramm finanziertes Nachtstromspeichersubstitutions-Programm 13 entwi­ckelt werden, das die einzelnen Zielgruppen differenziert anspricht. Als Zielmarge sollte eine Substitution von jährlich rd. 5% aller mit elektrischen Nachtspeicherhei­zungen(NSP) beheizten Wohnungen angestrebt werden. Dies entspricht 72.000 Wohnungen pro Jahr bzw. 360.000 Wohnungen in den nächsten fünf Jahren. Da insbesondere die Gas- und die Fernwärmewirtschaft hiervon profitieren werden, sollte eine enge Zusammenarbeit einschließlich finanzieller Beteiligungen z.B. durch Anschlusskostenermäßigungen angestrebt werden. 2.1.3 Geräte und Anlagen Die Förderpolitik für rationelle Energienutzung in Deutschland hat bisher sowohl finanziel­le Förderprogramme(KfW) als auch Informationsprogramme durch verschiedene Träger (z.B. Deutsche Energieagentur[Dena]) eingesetzt. Diese Aktivitäten sollten weiterentwi­13 In Deutschland wurden im Jahr 2002 1.440.400(4,1%) aller Haushalte mit Nachtstromspeicherheizun­gen beheizt. Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland 2003. 46