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Waffenimporte und Raubökonomien als konfliktverschärfende Faktoren im komgoleischen Bürgerkrieg
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Waffenimporte und Raubökonomien als konfliktverschärfende Faktoren im kongolesischen Bürgerkrieg Wolf-Christian Paes Mai 2004 Die Demokratische Republik Kongo(ehemals Zaire) kommt nicht zur Ruhe, seit dem Sturz des Re­gimes von Joseph-Desiré Mobuto vor fast einem Jahrzehnt wird das Land von der Größe Westeu­ropas von einem blutigen Bürgerkrieg erschüttert. International gilt der Kongokrieg als das Para­debeispiel für das Abgleiten eines gescheiterten Staates in eine bewaffnete Auseinandersetzung, die von Außenstehenden kaum verstanden und daher gerne als irrationaler ethnischer Konflikt gewertet wird. Dieser Faktor(und seit dem 11.09.2001 auch der Feldzug gegen den internationalen Terro­rismus) erklärt auch die Zurückhaltung der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach einer tragfähigen Friedenslösung für den Kongo. Seit dem Ende des Kalten Krieges und angesichts der geostrategischen Marginalisierung Zentralafrikas ist die Bereitschaft in den Industrienationen zu einemafrikanischen Abenteuer gering, worüber auch die regional-begrenzte und wenig nachhal­tige französische Intervention im Ostkongo im Sommer des vergangenen Jahres nicht hinwegtäu­schen kann. Der aktuelle, unter südafrikanischer Vermittlung zu Stande gekommene Friedenspro­zess, leidet daher auch unter der zahnlosen UN-Friedenstruppe MONUC, deren geringe Truppen­stärke es kaum erlaubt, die bewaffneten Gruppen zu entwaffnen. 1. Gewaltökonomie und Welt­markt Dabei ist der kongolesische Bürger­krieg keinesfalls so irrational, wie man­che Beobachter meinen. So vermi­schen sich bei den vielen kongolesi­schen und internationalen Akteuren machtpolitische und wirtschaftliche Interessen. So waren etwa die Intevention Ugandas und Ruandas auf Rebellenseite ursprünglich durch das nachvollziehbare Interesse motiviert, die erneute Entstehung von Unsicheheitszonen im Ostkongo zu verhindern und auch die Entsendung angolani­scher Truppen zur Stärkung der Regie­rungsseite diente dazu, Rückzugsräu­me der UNITA auf kongolesischem Territorium zu eliminieren. Mit zuneh­mender Kriegsdauer dominiert ej doch das Profitstreben, die Ausbeutung na­türlicher Ressourcen zur Refinanzie­rung der Kriegskosten wird zur lukrati­ven Einkommensquelle der militäri­schen Eliten. Friedenslösungen weden dadurch erschwert, das dieGe­waltunterne hmer auf allen Seiten ihre