NNKMQKOMMR= Argentinien – ein Land im Aufwind Erfolgreiche Umschuldung, aber noch keine Entspannung = = pÉáí=ÇÉã=e ∏ ÜÉéìåâí=ÇÉê=cáå~åòJ=ìåÇ=táêíëÅÜ~ÑíëâêáëÉ=båÇÉ=OMMN=Ü~í=^êÖÉåíáåáÉå=ÉáåÉå==ÄÉãÉêJ âÉåëïÉêíÉå=bêÜçäìåÖëéêçòÉëë=ÇìêÅÜä~ìÑÉåK aÉê=ïáêíëÅÜ~ÑíäáÅÜÉ=^ìÑëÅÜïìåÖ=ëÅÜä®Öí=ëáÅÜ=àÉÇçÅÜ=åçÅÜ=åáÅÜí=áå=ÖäÉáÅÜÉã=j~ ≈ É=áå=ÉáåÉê=sÉêÄÉëJ ëÉêìåÖ=ÇÉê=ëçòá~äÉå=páíì~íáçå=åáÉÇÉêK aáÉ=ÇÉååçÅÜ=ÜçÜÉ=wìëíáããìåÖ=áå=ÇÉê=_Éî ∏ äâÉêìåÖ=îÉêÇ~åâí=ÇáÉ=oÉÖáÉêìåÖ=háêÅÜåÉê= Ω ÄÉêïáÉÖÉåÇ= ÉáåÉê=mçäáíáâ=ÇÉê=sÉêíÉáÇáÖìåÖ=å~íáçå~äÉê=fåíÉêÉëëÉå=Ó=áå=rãëÅÜìäÇìåÖëîÉêÜ~åÇäìåÖÉå=ÉÄÉåëç=ïáÉ= áã=jbo`lproJmêçòÉ ≈=çÇÉê=ÄÉá=ÇÉê=oÉÖìäáÉêìåÖ=éêáî~íÉê=sÉêëçêÖìåÖëÄÉíêáÉÄÉK aáÉ=å~íáçå~äÉå=t~ÜäÉå=~ã=OPK=lâíçÄÉê=OMMR=EqÉáäÉ=ÄÉáÇÉê=m~êä~ãÉåíëÜ®ìëÉêF=ïÉêÇÉå= Ω ÄÉê=_êìÅÜ= çÇÉê=báåÜÉáí=áå=ÇÉê=éÉêçåáëíáëÅÜÉå=m~êíÉá=ÉåíëÅÜÉáÇÉåK Die harte Haltung der argentinischen Regierung beim Verhandlungspoker mit den privaten Gläubigern hat letztlich zum Erfolg geführt. Ende Februar wurde die größte Umschuldungsaktion der jüngeren Finanzgeschichte vereinbart. Die Inhaber von 76% der seit Ende 2001 nicht mehr bedienten Staatsanleihen mit einem Nominalwert von 81,8 Mrd. US$ haben das Umschuldungsangebot der Regierung akzeptiert und dabei Kapitalverluste in einer Höhe von durchschnittlich 45%, niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten für die neu auszugebenden Bonds in Kauf genommen. Zudem müssen sie auf ausstehende Zinszahlungen in einem Volumen von 15 Mrd. US$ verzichten. Der für Anfang April geplante Start der Umtauschaktion der alten gegen die neuen Bonds musste jedoch verschoben werden. Anlass war die durch einen Investmentfonds in den USA erwirkte Pfändung von Schuldscheinen, die zum Umtausch bei der Bank of New York eingereicht worden waren. Der betreffende Fonds hat das Tauschangebot Argentiniens für seine Staatsanleihen nicht akzeptiert und versucht nun auf dem Rechtsweg, seine Forderungen durchzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Gläubiger, die sich nicht an dem Umtausch beteiligt haben(sog.„holdouts“), diesem Beispiel folgen werden. Die durch ein entsprechendes Gesetz verankerte Position der Regierung sieht keine weiteren Angebote gegenüber den„holdouts“ vor. Der Wert der nicht zum Umtausch eingereichten Schuldscheine beläuft sich auf rund 20 Mrd. US$. Der argentinische Staat konnte durch die Umschuldung eine Reduzierung seiner Schulden um rund 67 Mrd. US$(inklusive aufgelaufener Zinsen) erzielen. Dennoch betragen die Staatsschulden noch immer 125 Mrd. US$(ohne die genannten 20 Mrd. US$ für noch im„default“ befindliche Anleihen). Dies entspricht einem Anteil von rund 72% des Bruttoinlandprodukts. Der daraus resultierende Schuldendienst ist aus eigener Kraft nicht zu bewältigen. Die Regierung hat deshalb nach Abschluss der Umschuldungs1
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Argentinien - ein Land im Aufwind : erfolgreiche Umschuldung, aber noch keine Entspannung
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