lücken bei gleichzeitiger Intransparenz des diesbezüglichen externen Beratungsangebotes gehören. Andererseits kann eine geringe Unternehmensgröße für eine flexible Arbeitszeitgestaltung auch vorteilhaft sein. So reduziert die höhere Transparenz und die Möglichkeit zur direkten und unbürokratischen Kommunikation den Formulierungsbedarf sowohl bei Regelungen zur Arbeitszeit als auch bei Maßnahmen zur Verminderung flexibilisierungshemmender Zeitengpässe der Beschäftigten. Lösungsansatz Zur Förderung einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung im Mittelstand sind verschiedene Wege denkbar. Zum einen bietet sich eine Verbesserung der Informationssituation zur Kosten-Nutzen-Relation einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung an. Dazu gehört auch das Angebot von Lösungswegen(z.B. Betriebsvereinbarungen und Personalmanagementsysteme). Zum anderen ist es aber auch erforderlich die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Hierzu zählt u.a. eine Vereinfachung und transparentere Ausgestaltung des(tarif-) rechtlichen Rahmens; so wäre es beispielsweise denkbar, dass der tarifliche Arbeitszeitstandard nicht mehr als Wochenarbeitszeit sondern als Jahresarbeitszeit definiert wird. Hierdurch ließen sich auch die Ausgleichszeiträume besser ausgestalten. Längere Ausgleichszeiträume kämen insbesondere den projektgebundenen Unternehmen entgegen. Die Tarifpartner sollten sich des Weiteren noch stärker auf den Abschluss von rahmensetzenden Tarifvereinbarungen beschränken. Auch Ansätze zur Reduktion familienbedingter Zeitengpässe, beispielsweise durch den verstärkten Aufbau von Kinderbetreuungsangeboten wären ein denkbarer Weg. 23
Druckschrift
Wo drückt der Schuh? - Die zehn Hauptprobleme des Deutschen Mittelstands : Expertengespräch, Mittwoch, 4. Dezember 2002 [...] Berlin ; Thesen des Instituts für Wirtschafts- und Politikforschung, IWP, Köln, erstellt im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, November 2002
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