lâíçÄÉê=OMMR= Gespräch mit dem uruguayischen Staatspräsidenten Tabaré Vázquez und Mitgliedern seines Kabinetts Claudia Detsch §ÄÉê= ÉáåÉ=~ãÄáíáçåáÉêíÉ= cáëâ~äéçäáíáâ= ìåÇ= píêìâíìêêÉÑçêãÉå= ïáää= ÇáÉ= oÉÖáÉêìåÖ= å~íáçå~äÉ= pí~Äáäáí®í= ìåÇ= áåíÉêå~íáçå~äÉë= sÉêíê~ìÉå= òìê Ω ÅâÖÉïáååÉå= ìåÇ=~ìëä®åÇáëÅÜÉ= fåîÉëíáíáçåÉå=~åòáÉÜÉåK= pç= ëçääÉå= åÉìÉ=^êÄÉáíëéä®íòÉ=ÖÉëÅÜ~ÑÑÉå=ìåÇ=ÇáÉ=^êãìí=áã=i~åÇÉ=ÄÉëáÉÖí=ïÉêÇÉåK==== aáÉ= fåÇìëíêáÉëí~~íÉå= ëáåÇ= áå= ÇÉê= mÑäáÅÜíI= Ω ÄÉê= ÉáåÉ= oÉÇìòáÉêìåÖ= áÜêÉê=^Öê~êëìÄîÉåíáçåÉå= ìåÇ= ÉáåÉå= sÉêòáÅÜí=~ìÑ=mêçíÉâíáçåáëãìë=Ñ~áêÉå=e~åÇÉä=ìåÇ=tÉííÄÉïÉêÄ=òì=Ö~ê~åíáÉêÉåK== aáÉ=ÇÉêòÉáí=ëíçÅâÉåÇÉå=sÉêÜ~åÇäìåÖÉå=òïáëÅÜÉå=br=ìåÇ=jÉêÅçëìê=â ∏ ååíÉå=ÄÉá=dÉëéê®ÅÜÉå=áã=kçJ îÉãÄÉê= ïáÉÇÉê= ÄÉäÉÄí= ïÉêÇÉåK= wáÉä= ÇÉê= ìêìÖì~óáëÅÜÉå= oÉÖáÉêìåÖ= áëí= ÉëI= ëÅÜçå= ÄÉáã= brJ i~íÉáå~ãÉêáâ~ÖáéÑÉä=áã=âçããÉåÇÉå=cê Ω Üà~Üê=âçåâêÉíÉ=pÅÜêáííÉ=òìê=§ÄÉêïáåÇìåÖ=ÇÉê=pí~Öå~íáçå=òì= éê®ëÉåíáÉêÉåK==== aáÉ=áã=aÉòÉãÄÉê=OMMR=ëí~êíÉåÇÉ=sçääãáíÖäáÉÇëÅÜ~Ñí=sÉåÉòìÉä~ë=áã=jÉêÅçëìê=ÄÉíê~ÅÜíÉí=ÇáÉ=oÉÖáÉJ êìåÖ=~äë=ïáÅÜíáÖÉå=cçêíëÅÜêáíí=ÇÉë=fåíÉÖê~íáçåëÄ Ω åÇåáëëÉë=ìåÇ=d~ê~åí=Ñ Ω ê=ÇáÉ=báåÜ~äíìåÖ=ÇÉãçâê~íáJ ëÅÜÉê=kçêãÉå=áå=sÉåÉòìÉä~K== = Am 18.Oktober 2005 besuchten der uruguayische Staatspräsident Tabaré Vázquez und einige Mitglieder seines Kabinetts im Rahmen ihres Deutschlandaufenthaltes die Friedrich-EbertStiftung in Berlin. Auf Wunsch des Präsidenten erfolgte kein Vortrag„von der Stange“; er und seine Minister räumten in der öffentlichen Veranstaltung vielmehr der spontanen Beantwortung von Fragen den größten Raum ein. Ein „maßgeschneidertes Gespräch“ mit dem Plenum war das Ergebnis. Der nachfolgende Bericht skizziert die zentralen Aussagen des Gesprächs. Uruguays Reformpolitik und die Rolle der internationalen Organisationen Als die Mitte-Links-Regierung unter Präsident Tabaré Vázquez im Frühjahr diesen Jahres die Amtsgeschäfte übernahm, lag die öffentliche Verschuldung Uruguays höher als je zuvor in der Geschichte des Landes. Sie gilt der Regierung als größtes Entwicklungshemmnis. Daneben sind die Uruguayer mit weiteren gravierenden Herausforderungen konfrontiert: Auch das Ausmaß der Armut hat historische Höhen erreicht. Sie steht nach Ansicht von Wirtschafts- und Finanzminister Danilo Astori in engem Zusammenhang mit strukturellen Defiziten auf dem Arbeitsmarkt. Bei diesen Defiziten handelt es sich sowohl um quantitative Mängel als auch um qualitative Schwächen. Es sind nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden und die Vorhandenen sind von schlechter Qualität. Das Ausmaß der Verschuldung einerseits, die Notwendigkeit einer Lösung der Probleme am Arbeitsmarkt andererseits, bedingen das fundamentale strategische Ziel der Mitte-Links-Regierung: Die Erhöhung der produktiven Investitionen. Nur auf diesem Wege kann es gelingen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Armut zu besiegen. Gleichzeitig ist dies auch der einzige Weg, um die öffentliche Verschuldung zu reduzieren. Es war daher das erste Anliegen der Regierung, ein tragfähiges Übereinkommen mit den internationalen Organisationen zu treffen, die Hauptgläubiger Uruguays sind: Internationaler Währungsfonds(IWF), Weltbank und Interamerikanische Entwicklungsbank(IDB). Wirtschafts- und Finanzminister Astori betonte, dass die uruguayische Regierung ein eignes Programm vorgelegt hat, das von IWF, Weltbank und Interamerikanischer Entwick1
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Gespräch mit dem uruguayischen Staatspräsidenten Tabaré Vázquez und Mitgliedern seines Kabinetts
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