DEN SCHLÜSSEL NICHT INS MEER WERFEN Fünf Bedingungen für einen Erfolg des israelischen Abzugsplans Peter Schäfer, FES-Ostjerusalem aÉê= ł aáëÉåÖ~ÖÉãÉåí=mä~å“=ëáÉÜí=ÉáåÉå=o Ω ÅâòìÖ=áëê~ÉäáëÅÜÉê=páÉÇäÉê=ìåÇ=qêìééÉå=áå=ÉáåÉã=ÉêëíÉå=pÅÜêáíí=~ìë= ÇÉã= d~ò~ëíêÉáÑÉåI= ëé®íÉê= òìë®íòäáÅÜ=~ìë= îáÉê= âäÉáåÉêÉå= páÉÇäìåÖÉå= áã= dÉÄáÉí= ìã= gÉåáå= áã= tÉëíàçêÇ~åä~åÇ= îçêK=wìå®ÅÜëí=áã=d~ò~ëíêÉáÑÉå=ÉåíëíÉÜí=Ç~ãáí=òìã=ÉêëíÉå=j~ä=Éáå=òìë~ããÉåÜ®åÖÉåÇÉë=dÉÄáÉí=ìåíÉê=é~ä®ëJ íáåÉåëáëÅÜÉê= sÉêï~äíìåÖI= ÑêÉá= îçå= oÉáÄìåÖëÑä®ÅÜÉå= ãáí= áëê~ÉäáëÅÜÉå= páÉÇäÉêå= çÇÉê= pçäÇ~íÉåK=^ääÉë= ÇÉìíÉí= Ç~êJ ~ìÑ= ÜáåI= Ç~ëë= ÇÉê=^ÄòìÖ=~ìë= ÇÉã= d~ò~ëíêÉáÑÉå=~äë= qÉëíä~ìÑ= Ñ Ω ê= ÇáÉ= é~ä®ëíáåÉåëáëÅÜÉå= c®ÜáÖâÉáíÉå= òìê= pí~~íëJ ÄáäÇìåÖ= ÇáÉåíK=_áëÜÉê= áëí= ÇÉê= áëê~ÉäáëÅÜÉ=^ÄòìÖëéä~å= ÉáåëÉáíáÖI= ÑáåÇÉí=~äëç= çÜåÉ= hççêÇáå~íáçå= ãáí= ÇÉê= é~ä®ëíáJ åÉåëáëÅÜÉå=pÉáíÉ=ëí~ííK= 1. Einigung der palästinensischen Seite und Waffenstillstand mit Israel Ungleich Arafat kann jede neue palästinensische Führung nicht mehr autokratisch regieren, sondern muss sich interne Legitimität durch eine stärkere Einbeziehung der Opposition verdienen. Bereits jetzt finden zumindest im Gazastreifen strömungsübergreifende Diskussionen über die Verfahrensweise im Fall eines Abzugs statt. Findet der Abzug ohne die vorherige Einigung der verschiedenen palästinensischen Organisationen statt, ist für jede oppositionelle Splittergruppe die Torpedierung des Abzugs ein Kinderspiel, beispielsweise mit dem Abschuss selbstgebauter Kleinraketen auf israelische Grenzorte. Die israelische Regierung kündigte für diesen Fall bereits ein militärisches Vorgehen an. Anschläge weiterer palästinensischer Milizen wären die Folge. Die israelische Regierung hätte es innenpolitisch sehr schwer, unter diesen Bedingungen den Abzug fortzuführen. Auf die palästinensische Innenpolitik kann von außen nur schlecht Einfluss genommen werden, da diese seit langem nicht mehr von der gewählten Führung, sondern von Basisgruppen und der bewaffneten Opposition bestimmt wird. Allerdings können innerpalästinensische Einigungsbemühungen im Gazastreifen nur in einem Klima der relativen Sicherheit für die dortige Bevölkerung gedeihen. So wurde beispielsweise die erste öffentliche Konferenz der"Nationalen und Islamischen Kräfte", einem Zusammenschluss aller Organisationen auf Basisebene, in Gaza Anfang Oktober von der Hamas verschoben, weil die israelische Armee damals den Norden des Gazastreifens besetzte. Auf der Konferenz sollten die Haltung zum israelischen Abzugsplan sowie die Politik des"palästinensischen Widerstands gegen die israelische Besatzung" debattiert werden. Fatah-Angehörige rechneten mit starker Kritik des Raketenbeschusses israelischer Grenzorte durch Hamas-Milizen auf der Konferenz. In einer Zeit ausbleibender palästinensischer Anschläge in Israel wie jetzt könnte die EU deshalb darauf hinwirken, dass israelische Luftangriffe, Häuserzerstörungen und interne Abriegelungen im Gazastreifen ausgesetzt werden, um für die Palästinenser ein Klima für Diskussion und Nabelschau zu schaffen. Nach dem Stopp bewaffneter Handlungen kann auch der Waffenschmuggel aus Ägypten effektiv eingestellt und damit eine Voraussetzung für weitere israelische Abzugsmaßnahmen geschaffen werden.
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Den Schlüssel nicht ins Meer werfen : fünf Bedingungen für einen Erfolg des israelischen Abzugsplans
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