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Gestützt auf die Kräfte des Volkes gewinnt Lula erneut die Wahl
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kçîÉãÄÉê= OMMS= Gestützt auf die Kräfte des Volkes gewinnt Lula erneut die Wahl Ricardo de Azevedo (Stellvertretender Präsident der Stiftung Perseu Abramo) Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva von der brasilianischen Arbeiter-Partei PT wurde in der Stichwahl vom vergangenen Sonntag mit 60,8% der Stimmen wiedergewählt. Sein Herausforde­rer Geraldo Alckmin von der Mitte-Rechts-Partei PSDB erhielt 39,2% der Stimmen- 2,5 Millionen weniger als noch im ersten Wahldurchgang. Fehler des eigenen Wahlkomitees und das daraus resultierende Fernbleiben bei der abschließen­den Fernsehdebatte hatten den schon sicher geglaubten Sieg Lulas im ersten Wahlgang verhin­dert. Die Stichwahl zwischen Lula und Alckmin brachte die ideologische Polarisierung sowie die Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft, die vor dem ersten Wahlgang noch fehlten. Künftig kann Lula auf die Unterstützung einer Mehrheit der Gouverneure zählen. Der einfluss­reichste Bundesstaat São Paulo aber wird weiterhin von der Mitte-Rechts-Partei PSDB regiert. Weder im Kongress noch im Senat verfügt das Regierungslager über eigene Mehrheiten. Daher wird Präsident Lula auch in seiner zweiten Amtszeit schwierige Koalitionen eingehen müssen. Nach der erfolgreichen Wiederwahl des Präsidenten muss die PT sich nun einer schmerzhaften Debatte über die eigene Zukunft stellen. Noch ist unklar, ob das Reformlager sich durchsetzen kann. Bei der am 29. Oktober durchgeführten Stich­wahl wurde Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva von der brasilianischen Arbeiter-Partei PT mit 58,3 Millionen Stimmen(60,8%) wiederge­wählt. Sein Rivale Geraldo Alckmin von der Mitte-Rechts-Partei PSDB erhielt 37,5 Millionen Stimmen(39,2%), 2,5 Millionen weniger als noch im ersten Wahldurchgang. Am selben Tag fanden in zehn der 27 Bundesstaaten auch Gouverneuers-Stichwahlen statt. Das Ergebnis in den Bundesstaaten weist auf ein bedeutendes Anwachsen der die Regierung Lula stützenden Kräfte hin. Aus den letzten Gouverneurswahlen im Jahr 2002 waren lediglich drei PT­Gouverneure in kleineren Bundesstaaten als Sieger hervorgegangen. In diesem Jahr hat sich diese Zahl auf fünf erhöht: Acre, Piauí und Sergipe sowie Bahia, der bedeutendste Staat der Nordost-Region, und Pará, der bedeutendste Staat des Amazonas-Gebiets. Zudem stellt jetzt die Sozialistische Partei Brasiliens(PSB), eine traditionelle Verbündete der PT, die Gouverneu­re der Bundesstaaten Ceará, Pernambuco und Rio Grande do Norte. Unterstützt haben den Kandidaten Lula auch die zur politischen Mitte des Regierungslagers gehörenden Gouverneure von weiteren sieben Bundesstaaten. Anders als 2002 kann Präsident Lula also nun mit der Unterstützung der meisten Gouverneure rech­nen(17 von insgesamt 27), wenngleich der bedeutendste Bundesstaat, São Paulo, weiterhin in Händen der PSDB verbleibt. = Keine Mehrheit in Kongress und Senat Im neugewählten Kongress stellt die PT mit 83 von insgesamt 513 Abgeordneten die zweit­größte Fraktion. Die meisten Abgeordneten(89) gehören zur Partei der Demokratischen Bewe­gung Brasiliens(PMDB), einer Partei der Mitte, die seit der Re-Demokratisierung des Landes 1