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Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb : Berliner Forum Wissenschaft und Innovation ; Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, 12. Dezember 2001
Entstehung
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2.2 Strukturreformen und ‚Kundenorientierung an deutschen Hochschulen Klaus Henning RWTH Aachen These 1: Deutschland hat im Bildungsbereich die Zeichen der Zeit erkannt Obwohl die deutsche Hochschule bekann­termaßen qualitativ hochwertigeProduk­te liefert und immer geliefert hat, hieß es Ende der 90er Jahre:Deutschland ist für den globalen Bildungsmarkt nicht ge­rüstet. Tatsächlich haben sich viele Hochschulen in Einzelinitiativenihren deutschen und internationalen Bildungsmarkt bereits er­schlossen und brauchen nicht über man­gelnde Nachfrage zu klagen. Die Unterzeichnung der Bologna Erklärung vom 19.06.1999, die von Vertretern von 29 Staaten getragen wurde, stellt einen Wen­depunkt in der europäischen und damit auch der deutschen Bildungspolitik dar. Sie legte die Grundlage für die Kompatibilität der Studiengänge und damit zur Mobilität der Studierenden. Durch die an vielen Hochschulen neu ein­geführten konsekutiven Studienprogram­me Bachelor und Master wird nicht nur ein Beitrag für die Hochschullandschaft, son­dern auch für die Wirtschaft durch die Be­reitstellung junger Berufsanfänger nach dem Bachelordiplom geleistet. Dadurch werden die erfolgreichen bestehenden Stu­diengänge auf Master of Science Niveau, insbesondere die Ausbildungen zu Diplom­ingenieuren, in sinnvoller Weise ergänzt. These 2: Deutsche Hochschulen werden inter­national wettbewerbsfähiger, aber nicht alle... Acht im Benchmarking Club Technischer Universitäten vertretene Hochschulen ha­ben die Wettbewerbsfähigkeit bewiesen (RWTH Aachen, TU Berlin, TU Darmstadt, Universität Dortmund, TU Dresden, TU Hamburg-Harburg, Universität Kaiserslau­tern, Universität Stuttgart). Der Ausländeranteil steigt- er liegt bei den Club-Universitäten bei ca. 15%. Damit sind sie dem Ziel der Bundesregierung, die Zahl der ausländischen Studierenden um 50% zu steigern, ein gutes Stück näher gekom­men. Die BMC(Benchmarking Club)-Universi­täten haben seit 1998 insgesamt 98 neue Studiengänge mit den internationalen Ab­schlüssen Bachelor und Master eingerichtet. Deutschlandweit gibt es inzwischen über 1.000 dieser Studiengänge. Die acht Universitäten haben sich für das europäische Kreditpunktesystem ECTS ent­schieden, mit dem eine verbesserte interna­tionale Mobilität der Studierenden erreicht werden kann. Die Akkreditierung neuer Studiengänge läuft in Deutschland auf Hochtouren. So hat allein die ASII(Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissen­schaften und der Informatik e. V.) seit dem Start ihrer Umsetzungsaktivitäten in den ersten 6 Monaten seit Juni 2001 zehn Stu­diengänge akkreditiert. Die Planungen für 2002 belaufen sich auf bis zu 80 weitere