Berliner Forum Wissenschaft und Innovation chen Einsatzes und Hartnäckigkeit in der Verfolgung der Ziele. Dies zusammen qualifiziert für die Bedürfnisse der Industrie. Im Ausland gibt es in dieser Form nichts vergleichbares. Dies zusammen zeichnet die deutsche Ingenieursausbildung und die Ausbildung in den Naturwissenschaften aus. Vor diesem Hintergrund ist eine unreflektierte Übernahme des angelsächsischen Systems völlig fatal. Die anerkannten deutschen Diplomund Ingenieurausbildungen sollten nicht zugunsten von Bachelor und Master Abschlüssen verwässert werden. Das deutsche System muss sich auf seine Stärken besinnen und diese offensiv auf den Markt bringen. Wie kann das deutsche Hochschulsystem kurzfristig wettbewerbsfähiger werden? Das Studium an einer deutschen Hochschule muss für ausländische Studierende attraktiver gestaltet werden. Eine Produktoptimierung in den folgenden drei Säulen erscheint kurzfristig möglich und wurde bereits vom BMBF in Teilen angegangen: • Ein Abbau von Sprachbarrieren an deutschen Hochschulen sollte vorangetrieben werden. Die Einführung von englischsprachigen Studiengängen ist hierbei der richtige Weg, denn diese steigern die Attraktivität für ausländische Studierende und die Wettbewerbsfähigkeit im allgemeinen. • Die bekannten Stärken des deutschen Wissenschafts- und Studienstandorts müssen im Ausland besser und mit größerem Engagement präsentiert werden. So sind ausländische Studierende für den Studienort Deutschland besser zu sensibilisieren. • Häufig erschweren rechtliche Schwierigkeiten für Ausländer die Aufnahme des Studiums in Deutschland. Hier sollten dringend Erleichterungen im Zulassungsrecht und Visumsrecht, sowie in Fragen der Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende geschaffen werden. 40
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Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb : Berliner Forum Wissenschaft und Innovation ; Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, 12. Dezember 2001
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