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Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb : Berliner Forum Wissenschaft und Innovation ; Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, 12. Dezember 2001
Entstehung
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Berliner Forum Wissenschaft und Innovation Hochschulinstitute über mehr industrielle Drittmittel als zugeteilte Haushaltsgelder. Ent­lässt man die ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Institute oder die be­triebswirtschaftlichen Studiengänge in die wirt­schaftliche Freiheit, so werden sie sich nach relativ kurzer Zeit weitgehend selbst finanzie­ren. Ohne Einbußen bei der Angebotsqualität! These 6: Mittelfristig entsteht ein wettbe­werbsstarker privatwirtschaftlicher Hochschulsektor, der die meisten ingenieur- und wirtschaftswissen­schaftlichen Studienangebote zu­sammenfasst. In ihm werden auch viele öffentliche Studienangebote aufgehen. Mittelfristig entstehen zwei strukturell unter­schiedliche Hochschulsektoren. Der eine wird weitgehend über den Markt gesteuert und fi­nanziert. Die Wissenschaftsministerien über­nehmen lediglich qualitätssichernde Aufgaben. Der zweite führt das heutige öffentliche Hoch­schulsystem fort. Es wird von der Wissen­schaftsverwaltung geschützt, reglementiert und alimentiert. Im Idealfall befruchten sich beide Systeme gegenseitig. Durch die Herauslösung vieler anwendungs­naher Fachbereiche aus der staatlichen Obhut werden Mittel frei, die in die Grundlagenfor­schung oder die Verbesserung der Studienbe­dingungen in den verbleibenden staatlichen Hochschulen verwendet werden können. Diese Vorschläge finden vermutlich wenig Ak­zeptanz bei den Professoren, die ihre staatliche Absicherung gegen eine ungewisse privatwirt­schaftliche Zukunft eintauschen müssen. Des­halb werden relativ lange Übergangsfristen gelten, in denen privatwirtschaftliche Anbieter entweder neue Hochschulen aufbauen oder einzelne Fachbereiche aus den staatlichen Hochschulen übernehmen. These 7: Gerade private Hochschulen können für ihre Studienanfänger eine voll­ständige Finanzierung des Studiums durch die Wirtschaft sicherstellen und damit für mehr Chancengleich­heit sorgen. Die immer wieder geäußerte Befürchtung, dass durch private Hochschulen ein sozialer Nume­rus Clausus entstünde, ist allerdings unberech­tigt. Die Erfahrung der bereits bestehenden und guten privaten Hochschulen zeigt, dass sich für begabte Bewerber immer Sponsoren in der Wirtschaft finden. So zahlen an der FHDW Hannover weniger als 30% der Studierenden ihre Studiengebühren selbst. Im Gegenteil: Fast 70% der Studierenden erhalten sogar noch ein zusätzlichesTaschengeld von monatlich 500 DM. Dieses private Studienmodell erhöht die Chancengleichheit beträchtlich! 44