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Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb : Berliner Forum Wissenschaft und Innovation ; Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, 12. Dezember 2001
Entstehung
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3.4 Netzbasiertes Wissensmanagement Bernt R. A. Sierke unicmind.com AG, Göttingen Standpunkte Anstelle der Frage nach der Güte der Weiter­bildung in Deutschland stellen sich in diesem Konnex zwei weitaus wichtigere Fragen: Welches sind die Rahmenbedingungen, die die Qualität der Weiterbildung beeinflus­sen? Warum brauchen wir gute Weiterbildung? THESE I: Postulat nach der Pluralität der Wei­terbildung in Deutschland Weiterbildung zeichnet sich durch die Plurali­tät der Nachfrage aus. Dem kann nur durch die Pluralität der Anbieter und Angebote begegnet werden. Bezogen auf die Rolle des Staates heißt dies, Weiterbildung nicht selbst durchzuführen bzw. sich auf wenige Projekte zu beschränken und gleichzeitig die Pluralität zu fördern und zu fordern. Es macht wenig Sinn, Weiterbil­dungseinrichtungen weiterhin in großem Stil zu subventionieren. Hier müssen Angebot und Nachfrage und damit der Markt bzw. der nach­fragende Kunde entscheiden, welches Angebot für ihn das beste ist. Das Problem stellt sich nach wie vor so dar, dass Weiterbildung nicht dadurch an Qualität gewinnt, dass Weiterbildungseinrichtungen auf breiter Basis durch Steuergelder gefördert wer­den. Das verstärkt einerseits das Budgetdenken und führt in der Konsequenz dazu, dass Struk­turen und nicht Bildungsinteressierte gefördert werden. Fazit: Wir müssen in Deutschland Weiterbildung stärker nachfrageorientiert statt wie bisher an­gebotsorientiert ausrichten. Damit schaffen wir auch die notwendigen Strukturen, um die Qua­lität der Weiterbildung nachhaltig zu verbes­sern. THESE II: Transformation Z ur Wissensgesell­schaft Die Frage nach dem Niveau bzw. der Güte der Bildung in Deutschland wird jedes Jahr mehr oder minder exakt und sinnvoll durch Studien, Rankings oder andere Statistiken zu belegen versucht. Aktuelle Erkenntnisse, wie sie die OECD-StudieBildung im internationalen Ver­gleich sowie die ersten Ergebnisse der PISA­Studie belegen, alarmieren Bildungspolitiker, Eltern und Pädagogen gleichermaßen. Diese Diskussionen gab es in anderer Form auch schon in den letzten fünf, zehn Jahren. Eine neue Qualität hat die Diskussion durch die Forderungen bekommen, die seitens der Wirt­schaft in die Diskussion eingebracht wurden. Die in diesem Zusammenhang entfachte Green­Card-Diskussion steht beispielhaft für eine Wissens- und Bildungsdiskussion, der sich eine schnell wachsende und global denkende Volks­wirtschaft stellen muss. Unternehmen bangen im Hinblick auf ihren Ausbildungsnachwuchs um die Qualität der Bildung in Schule und Hochschule. Die im Juni dieses Jahres in Berlin vorgestellte OECD­StudieBildung im internationalen Vergleich prognostiziert für die nächsten 10 bis 15 Jahre auf dem Arbeitsmarkt zwei Entwicklungen: Ein sinkender Anteil der jungen Bevölke­rung. Ein steigender Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Die seit Jahren prophezeite Transformation unserer Gesellschaft in eine Informations- und