Berliner Forum Wissenschaft und Innovation zu bewerten. Wichtig ist aber auch, dass sie über kreative Fähigkeiten verfügen, Hypothesen bilden können, entdecken und erfinden. Schließlich sollten sie die Motivation zu lebensbegleitendem Lernen besitzen, d.h. in der Lage sein, ihr Lernen selbst zu organisieren, ihre eigenen Ziele zu setzen, Lernfortschritte zu bewerten und Lernstrategien den veränderten Bedürfnissen anzupassen. All dies sind auch wesentliche Bestandteile des Bildungskonzeptes der OECD Studie PISA. 12. Die Entwicklung von„ qualification frameworks“ wird von überragender Bedeutung für den Erfolg des lebensbegleitenden Lernens sein. Australien, Österreich, Dänemark, Ungarn, Italien, die Niederlande und England sind dabei, solche Rahmenkonzepte für Qualifikationen und Abschlüsse aufzubauen. Diese sollen sich sowohl für die Bewertung als auch für die Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Ergebnissen in formalen Institutionen, aber auch bei der Weiterbildung am Ausbildungsplatz nutzen lassen. Solche„ qualification frameworks“ fördern die Kontinuität des Lernens und erlauben es dem Bildungsteilnehmer die verschiedenen Bildungsangebote selektiv wahrzunehmen. Sie stellen auch Signale dar, die Bildungsergebnisse aufzeigen, die für den Arbeitsplatz und das Leben besonders relevant sind. 13. Auch eine gesunde Konkurrenz zwischen den Bildungsinstitutionen kann förderlich sein. Einige Staaten haben den Ausbau von Bildungsmärkten und damit eine Vielfalt von Anbietern und Bildungsangeboten gezielt gefördert, um dadurch die Qualität des Bildungsangebotes zu verbessern und um Kosten zu reduzieren. 14. Schließlich lassen sich durch den Einsatz von Informationstechnologien Bildungsangebote optimieren. In Japan und Korea sind die Open Universities, die stark auf Korrespondenz durch Kabelnetzwerke und Videokonferenzen setzen, 84 sehr erfolgreich geworden und haben ein breites Spektrum von Zielgruppen erreicht.
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Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb : Berliner Forum Wissenschaft und Innovation ; Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, 12. Dezember 2001
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