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Einwanderungsland ohne Einwanderungspolitik : Chancen einer gesteuerten Zuwanderung nach Deutschland
Entstehung
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Dezember 2007 direkt Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Einwanderungsland ohne Einwanderungspolitik Chancen einer gesteuerten Zuwanderung nach Deutschland Günther Schultze 1 Auf einen Blick Deutschland ist in Zukunft auf die Einwanderung junger, gut qualifizierter Fachkräfte angewiesen. Ein transpa­rentes Auswahlverfahren nach einem Punktesystem und flexible Instrumente zur Steuerung temporärer Zuwande­rungen sollten eingeführt werden. Einwanderungs- und Integrationspolitik gehören zusammen. Deutschland muss seine Attraktivität für Einwan­derungswillige erhöhen. Deutschland ist zu einem Einwanderungsland ge­worden. Heute haben ca. 19% der Bevölkerung einenMigrationshintergrund. Dieser etwas schwer­fällige Begriff beschreibt die Tatsache, dass in un­serem Land ca. jeder fünfte Einwohner entweder selbst zugewandert ist oder Eltern hat, die aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind. Dass wir diese Personengruppe nicht schlicht und einfach alsEinwanderer bezeichnen, zeigt, dass es der Be­völkerung und den Politikern nach wie vor schwer fällt, die Realitäten anzuerkennen. Auch in Zukunft werden in erheblichem Umfang Zu- und Abwande­rungen nach Deutschland stattfinden; und wir tun gut daran, unser Land und unsere Wirtschaft für mobile, gut qualifizierte Menschen attraktiv zu ma­chen. In unserer Gesellschaft ist im letzten Jahrzehnt hinsichtlich der Migrations- und Integrationspolitik einiges in Bewegung geraten. Das Staatsangehörig­keitsrecht wurde von der rot-grünen Bundesregie­rung reformiert, allerdings ohne die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft zu eröffnen. Ein neues Zuwanderungsgesetz ist nach heftigen Debatten zum 1.1.2005 in Kraft getreten und vor kurzem no­velliert worden. Diese Gesetze signalisieren, dass die Politik die Bedeutung einer systematischen staatli­chen Integrationspolitik erkannt hat. Der von der