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Die Erneuerungsfähigkeit der Linken in Zentralamerika
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aÉòÉãÄÉê=OMMT= Die Erneuerungsfähigkeit der Linken in Zentralamerika aêK=eÉäãìí=hìêíÜ Die Parteien des linken Spektrums in Zentralamerika haben sehr unterschiedliche Versuche unternommen, dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit näher zu kommen. Die Erfahrungen aus Bürgerkriegen, dem Parteienaufbau, der Fragmentierung des linken Spektrums und den häufig erlebten politischen Repressionen hatten starken Einfluss auf die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der Linken in der Bevölkerung. Die linken Parteien Zentralamerikas stehen weiterhin vor großen Herausforderungen: die Schärfung des programmatischen Profils, der Schaffung eines Bewusstseins für die Notwendigkeit regionaler Integration sowie die Stärkung der innerparteilichen Demokratie. Einleitung In den vergangenen Jahrzehnten konnte in Zentralamerika eine Ausdehnung und Festigung neoliberaler Wirtschaftsstrukturen beobachtet werden. Die nationalen wirtschaftlichen Eliten nutzten diesen Prozess durch Unternehmensfusio­nen oder durch Transferierung ihres Kapitals in zukunftsorientierte Wirtschaftszweige wie den Service- oder Lohnveredlungssektor. Gleichzeitig stiegen jedoch Arbeitslosigkeit und Armut an. Die Folge war ein extremes Anschwellen der sozialen Disparitäten. Zentralamerika ohne nennenswerte eigene Ressourcen zählt zu den Verlierern der Globalisierung. Davon auszuklammern ist Panama, das von der expandierenden internationalen Handelschifffahrt über den Kanal profitieren wird. Auf einem geografischen Raum von nur 500.000 km² mit rund 40 Mio. Einwohnern haben die Parteien des linken Spektrums in Zentralamerika bislang sehr unterschiedliche Versuche unternom­men, dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit näher zu kommen. Die Erfahrungen aus Bürgerkriegen, dem Parteienaufbau, der Fragmentierung des linken Spektrums und den häufig erlebten politischen Re­pressionen hatten unmit­telbare Auswirkungen auf das Profil der Linken, ihre Glaubwürdigkeit und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Wel­ches Potenzial hat die Linke, um zu einer sozial gerechteren Anbindung Zentralamerikas an globale Strukturen beizutragen? Und welche parteiinternen Reformanstrengungen sind hierzu erforderlich? Um diese Fragen beantworten zu können, untersucht der Artikel Parteien des linken sozialdemokratischen Spektrums nach folgenden Kriterien: soziale Ver­ankerung, Institutionalisierungsgrad, ideologische Ausrichtung und politische Gestaltungsfähigkeit sowie innerparteiliche Demokratie. 1 Die vorstehende Analyse zeigt erstens, dass es die zentralamerikanische Linke nicht gibt. Zu unter­schiedlich ist der historische Hintergrund, der pro­grammatische Entwicklungsgrad und die Wettbe­werbsfähigkeit der jeweiligen nationalen linken Parteien. Zweitens scheint ein Großteil der unter­1 Einbezogen in dieses Bewertungsschema wurden die Partido Revolucionario Democrático(PRD) aus Panama, die Partido Liberación Nacional(PLN) und die Partido Acción Ciudadana(PAC) aus Costa Rica, die Frente Sandinista de Liberación Nacional(FSLN) und Movimiento Renovador Sandinista(MRS) aus Nicaragua, Unión Nacional de la Esperanza(UNE), Unidad Revolucionaria Nacional Guatemalteca(URNG) sowie Encuentro por Guatemala(EPG) aus Guatemala, die Partido Innovación y Unidad-Social Demócrata(PINU-SD), Partido Unificación Democrática(UD) und die Fraktion der Partido Liberal(PL) M-Lider in Honduras sowie die Frente Farabundo Marti para la Liberación Nacional(FMLN), Cambio Democratico (CD) und die Frente Democrático Revolucionario(FDR) in El Salvador. 1