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Was ist Demokratie?
Entstehung
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- eine sozialpolitische und humane Dimension, die u.a. die Rolle und Funktion sowie die politische Partizipation der verschiedenen handelnden Akteure definiert, die Denk- und Verhaltensweisen und Leadership-Typen der Regierenden umfasst; - eine technische Dimension, die u.a. administrative und finanzielle Normen und Prozeduren, Rechnungsführung, Evaluierungsindikatoren usw. definiert. Je mehr die Regierungsführung die sozialpolitische Dimension vernachlässigt, desto mehr neigt sie zu technokratischen Ansätzen oder gar zu autoritären Führungs- und Leadership­Techniken. In den sich noch aufbauenden Demokratien kann es zu negativen Einstellungen der Bürger gegenüber den Regierenden und deren Politik führen. Du hast sicherlich schon mitbekommen, dass eine gute Regierungsführung sich nicht nur auf den Staat bzw. die Regierenden beschränkt, sondern viele andere Akteure und Gruppen, die sich im Prozess der Demokratisierung und der Entwicklung beteiligen, dazugehören. Zu den agierenden Hauptakteuren gehören folglich neben dem(Zentral)Staat, die dezentralisierten Gebietskörperschaften, die politischen Parteien, die Zivilgesellschaft und der Privatsektor sowie nicht zuletzt die einzelnen Bürger. Im System guter Regierungsführung - sind die Rollen klar definiert, voneinander getrennt und ausgeglichen auf die verschiedenen Akteure und Akteursgruppen verteilt, sowohl in den Gesetzestexten als auch in der Praxis. - werden Interessen der verschiedenen Akteursgruppen werden mit den getroffenen Entscheidungen artikuliert. - zeichnen sich die Regierenden in ihrer Machtausübung durch demokratische Verhaltensweisen und ein Leadership demokratischen Typus aus. Solche Verhaltensweisen sind z.B.: Achtung der demokratischen Grundwerte, Respekt des Andersdenkenden, Achtung der bestehenden Gesetze und Regeln, Toleranz, Fähigkeit und Bereitschaft zum Dialog und zu Diskussionen, Nichtgewaltanwendung. - sind Bürger und andere Akteursgruppen aufgefordert, sich zu äußern, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und die bestehende Machtausübungspraxis der Regierenden zu kontrollieren. - sind zwischen den beiden Lagern(Staatsträger und anderen Akteursgruppen) Kontrollmechanismen stets funktionstüchtig und transparent, Informations- und Kommunikationskanäle funktionieren reibungslos und wirksam. - bestehen informelle und formelle funktionierende Partizipationsstrukturen für Konsultationen, Konzertationen, Dialoge und Verhandlungen, in denen sich alle Bürger und gesellschaftlichen Gruppen, Männer und Frauen, Jungen und Älteren, Minderheiten oder Mehrheiten sich frei und ungezwungen beteiligen dürfen und können. Einen wirksamen Weg zur Institutionalisierung und Verinnerlichung demokratischer Grundwerte und Kulturelemente stellt die politische Bildung dar. 20