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Zur Sonne, zur Freiheit! : Die CUT wird 25
Entstehung
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BRASIL INFO Juni 2008 Zur Sonne, zur Freiheit! Die CUT wird 25 Jochen Steinhilber Am Anfang stand eine Fälschung. Über Jahre hatte die brasilianische Militärregie­rung bewusst zu niedrige Inflationsraten veröffentlicht, um den realen Kaufkraftver­lust zu verdecken und die Lohnforderungen niedrig zu halten. Der Betrug wurde aufge­deckt. Der Streik der ArbeiterInnen von Saab Scania 1978, mit dem Ziel, die Anpassung der Löhne durchzusetzen, war die Initial­zündung für eine gewerkschaftliche Erneue­rungsbewegung, die fünf Jahre später zur Gründung der Central Única dos Trabalha­dores(CUT) führte. Die Geschichte der CUT steht jedoch nicht nur für ein neues Konzept von autonomen, demokratischen und politischen Gewerkschaften in Brasilien, sie ist auch vom Kampf gegen die Militär­diktatur, über die Verfassung 1988 bis zur Wahl Lulas eng verknüpft mit den wich­tigsten politischen Stationen des Landes, die sie entscheidend mit geprägt hat. Eine neue Gewerkschaftsbewegung Die Streikbewegung, die sich Ende der 70er Jahre zunächst vor allem in den Me­tallbetrieben im Umland São Paulos entfal­tete, führte von Beginn an mehr als einen Lohnkampf. Sie wendete sich gegen die poli­tische Praxis der bestehenden korporatisti­schen und bürokratischen Gewerkschaften, die am Gängelband des Staates geführt wurden und deren Einfluss am Fabriktor endete. Zugleich war der Novo Sindicalis­mo, die neue Gewerkschaftsbewegung, ein integraler Bestandteil der Demokratisie­rungsbewegung und des Kampfes gegen die Militärregierung. Der Fokus auf interne Demokratie und demokratische Arbeitsbe­ziehungen, die enge Bindung zu anderen progressiven sozialen Akteuren, das politi­sche Selbstverständnis auch über das ge­werkschaftliche Kerngeschäft hinaus Gesell­schaftspolitik zu betreiben sowie das Bemü­hen um eine breite gewerkschaftliche Basis sind die Markenzeichen des Novo Sindica­lismo. Unter seinem Banner versammelten sich oppositionelle Gewerkschafter, Vertreter verschiedenster sozialistischer und trotzkisti­scher Strömungen sowie die progressiven