Juni 2009 direkt Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik 40 Jahre aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland – Beitrag zu einer Bilanz 1 Claudia Bogedan 2 1. Aktive Arbeitsmarktpolitik in der Sozialen Marktwirtschaft Auf einen Blick Im Juli 2009 jährt sich zum 40. Mal die Einführung aktiver Arbeitsmarktpolitik im Rahmen des Arbeitsförderungsgesetzes. Seit 1969 haben sich die Anforderungen an die aktive Arbeitsmarktpolitik grundlegend verändert. Nicht zuletzt mit der Neuordnung von Sozialgesetzbuch II und III(HartzReformen) wurden infolgedessen Ansprüche, Ziele und Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik neu geordnet. Eine Wiederbelebung der ursprünglichen Ziele und eine Intensivierung der aktiven Maßnahmen sind gerade angesichts der Krise angezeigt. Das 1969 eingeführte Arbeitsförderungsgesetz(AFG) sollte die bundesdeutsche Arbeitsmarktpolitik grundlegend neu ordnen. Mit ihm wurde erstmals systematisch in Deutschland eine aktive Arbeitsmarktpolitik (AAMP) etabliert. Verstanden als Teil der Wirtschaftsund Sozialpolitik wurde mit dem AFG die Idee eines vorbeugenden Schutzes im Gegensatz zum eher nachsorgend konzipierten Versicherungsgedanken implementiert. Die AMP ist dabei grundsätzlich Teil einer allgemeinen Beschäftigungspolitik, die auf die Herstellung von Vollbeschäftigungsbedingungen auf der Makroebene zielt. Sie soll helfen, konjunkturelle, friktionelle, saisonelle und auch strukturelle Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Sie ist dabei angewiesen auf begleitende wirtschafts-, struktur- sowie bildungspolitische Maßnahmen. Von der AAMP erhofft man sich insgesamt eine verbesserte Performanz der Arbeitsmärkte. Durch die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und Qualifizierungsmaßnahmen soll die Produktivität gesteigert werden. Diese Ziele der AAMP ergänzen somit die als passiv geltende Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit durch das Arbeitslosengeld. In einem breiteren
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40 Jahre aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland : Beitrag zu einer Bilanz
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