Druckschrift 
Kinderrechte ins Grundgesetz! : Zusammenfassung des Fachgesprächs vom 12.2.2009 in Berlin
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Forum Familienpolitik Kinderrechte ins Grundgesetz! Zusammenfassung des Fachgesprächs vom 12.2.2009 in Berlin Kinderrechte ins Grundgesetz! war zugleich Titel und Programm eines Fachgesprächs der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Expert/innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am 12. Februar 2009 in Berlin. Diese seit langem von Kinderorganisationen vertretene Forde­rung ist nicht zuletzt seit den bedrückenden Fällen von Kindesverwahrlosung in Gesellschaft und Politik angekommen: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Rechtsanspruchs auf Schutz, Förderung und Beteiligung von Kin­dern ist gesamtgesellschaftlich gestärkt und mit Ausnahme der FDP und Union unterstützen alle Fraktionen sowie die Kinderkommission des Deutschen Bundestages die Aufnahme von Kindergrundrechten in die Verfassung. Als Referent/innen waren eingeladen: Marlene Rupprecht, MdB, Kinderbeauftragte der SPD­Bundestagsfraktion, Heinz Hilgers, Präsident des deutschen Kinderschutzbundes, und Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Senatorin für Jus­tiz a. D. und Rechtsanwältin. Die anschließende Debatte moderierte Dr. Jörg Maywald, Spre­cher der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland und Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind. Die Diskussion hob den Mehrwert von Kinderrechten im Grundgesetz hervor und trat Vorbehalten von Kritiker/innen des Vorhabens entgegen. Im Folgenden sind die wichtigsten Impulse des Fachgesprächs zusammengefasst. 20 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinder­rechtskonvention nahm das Forum Politik und Gesellschaft der Friedrich-Ebert-Stiftung die aktuelle Debatte auf, welche Potenziale die ForderungKinderrechte ins Grundgesetz! für die Verwirklichung einer kindergerechte­ren Gesellschaft beinhaltet und wie eine solche Verankerung aussehen müsste und umgesetzt werden könnte. Die Relevanz und der Mehrwert von Kindergrundrechten Die anwesenden Expert/innen waren sich einig: Die jetzige Rechtslage ist im Hinblick auf die Belange von Kindern nicht ausreichend. Mar­lene Rupprecht wies darauf hin, dass sich die Relevanz gesellschaftlicher Zielsetzungen stets in deren Berücksichtigung in der Verfassung dokumentiere. Solange die Rechte von Kindern Friedrich-Ebert-Stiftung Forum Politik und Gesellschaft Hiroshimastr. 17 10785 Berlin Tel: 030-269 35 73 21 Fax: 030-269 35 92 41 forumpug@fes.de www.fes.de/forumpug 1