Die ersten 50 Tage: Obamas Wirtschaftsagenda und die Immobilienkrise Präsident Obamas Bemühungen gegen die größte Wirtschaftskatastrophe seit der Großen Depression vorzugehen sind bisher beeindruckend, auch wenn sie nicht ausreichen werden. Sein Rettungspaket war ein wichtiger erster Schritt, um die Wirtschaft vor dem freien Fall zu bewahren. Sein Plan zur Unterstützung der Hauseigentümer hilft hunderttausenden Familien, die sonst ihre Häuser verloren hätten. Obwohl seine Pläne zur Bewältigung der Finanzkrise Wirkung zeigen, ist es jetzt schon wahrscheinlich, dass sie nicht konsequent genug sind, um das Finanzsystem zu reparieren. Das vom Kongress verabschiedete Rettungspaket sah am Ende 100 Milliarden US-Dollar weniger vor als ursprünglich von Präsident Obama gefordert, da der Kongress diese durch Steuersenkungen ersetzte. Daher beträgt die Gesamtsumme des Rettungspakets über die nächsten zwei Jahre ca. 700 Milliarden US-Dollar. Diese Summe ist unzureichend, da der zu erwartende Bedarf in diesem Zeitraum rund 2,6 Billionen US-Dollar beträgt. Obwohl der Umfang des Pakets nicht groß genug ist, ist seine Zusammensetzung größtenteils doch sehr gut. Das Paket sieht 100 Milliarden US-Dollar für die Finanzdefizite der Bundesstaaten vor, dabei besonders für Ausgaben im Gesundheitswesen. Außerdem wird es sich weitaus großzügiger gegenüber Arbeitslosen zeigen und erstmalig die Zuwendungen erhöhen sowie die Krankenversorgung erweitern. Das Paket beinhaltet auch substantielle Beträge für Langzeitinvestitionen besonders im Energiebereich. Mehrere zehn Milliarden US-Dollar sind für den energiesparenden Umbau von öffentlichen und privaten Gebäuden, die Modernisierung des nationalen Energienetzes und für die Entwicklung von alternativen Brennstoffen vorgesehen. Diese Investitionen schaffen kurzfristig Arbeitsplätze und langfristig bessere Voraussetzungen in diesen Bereichen. Obamas Plan zur Unterstützung der Hauseigentümer ist ein großer Schritt nach vorn – verglichen mit den Vorschlägen, die Altpräsident Bush machte. Dennoch entspricht der Plan nicht ganz dem Problem. Zum Teil werden die großzügigen Konditionen zur Refinanzierung durch die staatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac verlängert. Rund vier
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