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Der Kaukasus-Konflikt : Russland und Georgien ein Jahr danach
Entstehung
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Internationale Politikanalyse International Policy Analysis Matthias Jobelius und Reinhard Krumm Der Kaukasus-Konflikt Russland und Georgien ein Jahr danach In Georgien folgte dem verlorenen Krieg ein verlorenes Jahr. Nennens­werte innenpolitische Reformen fanden nicht statt, neue Akzente in der Außenpolitik blieben aus. Die georgische Opposition konnte aus der Krise des Landes kein poli­tisches Kapital schlagen. Ihre Proteste blieben wirkungslos und fanden nur wenig Resonanz in der Bevölkerung. Der Krieg war für Russland ein militärischer, aber kein politischer Sieg. Er manövrierte Russland international ins Abseits. Weder die Mitglieder der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit(VKS) noch die der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit(SOZ) erkannten Ab­chasien und Südossetien als eigenständige Staaten an. Auch innenpolitisch hat sich Russland in eine schwierige Lage gebracht. Die Lage im russischen Nordkaukasus wird immer instabiler. Nun muss sich die russische Regierung mit Abchasien und Südossetien zusätzlich um zwei Problemregionen kümmern politisch, militärisch und wirtschaftlich. OKTOBER 2009