PERSPEKTIVE| FES PERU Wahlen in Peru Zurück in die Vergangenheit oder der»Sprung ins Leere« ALFRED STOLL Mai 2011 n In einem hart umkämpften Finish qualifizierten sich Ollanta Humala mit 31,7 Prozent und Keiko Fujimori mit 23,5 Prozent der gültigen Stimmen bei den allgemeinen Wahlen in Peru vom 10. April für die Stichwahl am 5. Juni. n Die Ergebnisse der Wahlen werden überwiegend als Protest weiter Teile der Bevölkerung gegen Armut, soziale Ungleichheit, einen ineffizienten Staat, weit verbreitete Korruption, die zunehmende Kriminalität und unzureichende Sozialleistungen interpretiert. Viele Menschen haben das Gefühl, dass sie nicht von den Früchten des seit Jahren andauernden Wirtschaftswachstums profitieren. n Im Juni stehen die Peruaner vor der Wahl für das aus ihrer Sicht kleinere Übel: dem Projekt von Ollanta Humala und der Ankündigung einer strukturellen Transformation des Landes einerseits oder Keiko Fujimori, Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, mit der Weiterführung des neoliberalen Wirtschaftsmodells und einer möglichen Rückkehr zu einer populistischen und klientelistischen Regierungsführung andererseits.
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Wahlen in Peru : zurück in die Vergangenheit oder der "Sprung ins Leere"
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