STUDIE Wasserverteilung in Zentralasien Ein unlösbares Problem? BEATE ESCHMENT Mai 2011 n Die nicht geregelte Verteilung des Wassers der großen transnationalen Flüsse Zentralasiens(verknüpft mit der Lieferung von Energie) hat sich trotz internationaler Unterstützungsmaßnahmen in den letzten Jahren zunehmend zu einem die regionale Stabilität gefährdenden Problem entwickelt. n In Zentralasien als Gesamtregion besteht weder ein Mangel an Wasser noch an Energie. Das Problem liegt in der ungleichen Verteilung zwischen den fünf Republiken (Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan), die durch geografischen Bedingungen und historische Verknüpfungen aneinander gebunden sind. n Eine vertragliche Vereinbarung zum Nutzen aller Beteiligten wäre bei entsprechendem politischem Willen der Führungen zu regionaler Zusammenarbeit unschwer zu finden. Unter den gegebenen Bedingungen autoritärer Regime, junger Staatlichkeit sowie aus der Sowjetzeit ererbten Wertvorstellungen und Erfahrungen ist sie aber in naher Zukunft nicht zu erwarten. n Ein erfolgversprechender Ansatz für internationale Unterstützung zur Lösung der Wasserkonflikte scheint weniger im Bereich der Wasserpolitik als in einer sehr langfristig angelegten Politik der Unterstützung der zwischenstaatlichen Vertrauensbildung, der Entwicklung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie ökonomischer Reformen zu liegen.
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