d Ausgabe Ausgabe Nr. 2 – Juni 2011 Prof. Dr. Eberhard Eichenhofer Sozialrechtler und Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena Sozialumbau- Chancen und Risiken des Sozialstaats Fähigkeit schwindet, weil andere VolkswirtDas Sozialrecht steht vor schweren ökonomischaften aufgeholt haben. Wirtschaften vollschen, demographischen und technologischen Herausforderungen. 1 Das wirtschaftliche zieht sich in globalen Märkten: Produktion kann global organisiert und Erzeugnisse oder Wachstum der deutschen Volkswirtschaft stößt Dienste, die in einer Volkswirtschaft erstellt an Grenzen. Der Wohlstand Deutschlands werden, können weltweit nachgefragt werden. gründete in der Vergangenheit auf die FähigDer globale Wettbewerb verschärft sich – nakeit, im Ausland auftretende Bedarfe nach momentlich für Zukunftstechnologien und Produkdernen Geräten, Produkten und Fertigungsweite. 2 sen besser, schneller und wirtschaftlicher als andere Volkswirtschaften zu befriedigen. Diese Die deutsche Wohnbevölkerung altert. Der Anteil der Älteren an der gesamten Wohnbe1 _ÉêåÉê, Der hybride Sozialstaat, 2009;_ä~åâÉ;_ìåJ ÇÉëãáåáëíÉêáìã= Ñ Ω ê= dÉëìåÇÜÉáí= ìåÇ= ëçòá~äÉ= páÅÜÉêìåÖI= Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, 2003; _ìííÉêïÉÖÖÉI= Wohlfahrtsstaat im Wandel, 1999; aÉìíëÅÜÉê= pçòá~äêÉÅÜíë=îÉêÄ~åÇ=EeÖKF, Sozialrechtsgeltung in der Zeit, 2007; aáÉ= ÇÉìíëÅÜÉå=_áëÅÜ ∏ ÑÉI= Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen, Das Soziale neu denken, 2003; a ∏ êáåÖ= EeÖKFI= Sozialstaat in der Globalisierung, 1999; báÅÜÉåÜçÑÉêI= Sozialreformen zwischen Vision und Wirklichkeit, NZS 2007, 57; ÇÉêë., sozialer Schutz unter den Bedingungen der Globalisierung, 2009; dáÇÇÉåë, Die Frage der sozialen Ungleichheit, 2001; iÉëëÉåáÅÜI= Die Neuerfindung des Sozialen, 2009; hÉêëÅÜãÄ~ìãÉêLpÅÜêçÉÇÉê= EeÖKFI= Sozialstaat und demographischer Wandel, 2005; e~ìëÉêI= in SRH,§ 5 Rn. 21 ff.; j~ëìÅÜI= Sozialreformen in Zeiten des globalen Wandels, in Jahrbuch der Juristischen Gesellschaft Bremen, 2009, 45; jÉíòäÉêI= Der deutsche Sozialstaat; jáÉÖÉäLt~ÜäI= Solidarische Grundsicherung- Private Vorsorge, 1999; lb`aI= New OrientationsforSocialPolicy, 1994; máíëÅÜ~ëI= Die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme, VVDStRL 64(2004), 109; p~êÑ~íáL_çåçäá= EbÇKFI Labour Market andSocialProtectionReforms in International Perspective, 2002; pÅÜã®ÜäI= Wirtschaftsdienst 1996, 409 ff.; píçääÉáëI= Die große Aufgabe der Sozialpolitik, NJW 1999, 699; t~ääÉê~íÜ, Der Sozialstaat in der Krise, JZ 2004, 949; tçêäÇ=_~åâ, Avertingthe Old Age Crisis, 1994. völkerung wird wegen wachsender Lebenserwartung und sinkender Geburtenraten steigen, und der Anteil von Kindern und Jugendlichen zurückgehen. Deshalb werden insbesondere die Aufwendungen für die Alters- und Gesundheitssicherung in Renten- und Krankenversicherung zunehmen. Dagegen sinkt die Zahl junger Menschen, die aufgrund ihres Lebensalters eine Innovation der wirtschaftlichen Strukturen erwarten lassen, so dass jene nicht 2 báÅÜÉåÜçÑÉê, Sozialer Schutz unter den Bedingungen der Globalisierung, 2009.
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