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Zeit und Geld für pflegende Angehörige : Eckpunkte für eine geschlechtergerechte Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Entstehung
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Juni 2011 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Zeit und Geld für pflegende Angehörige Eckpunkte für eine geschlechtergerechte Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege 1 Barbara Stiegler/Dirk Engelmann 2 Auf einen Blick Eine geschlechtergerechte Gestaltung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf muss einerseits die besondere Lage der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und andererseits den spezifischen Charakter der Pflege­situationen berücksichtigen. Erwerbstätige Angehörige brauchen Zeiten für die Pflege, die flexibel zur Verfügung stehen, keine beruflichen Nachteile nach sich ziehen und finanziell abgesichert werden. 1. Das Problem Die Mehrheit der Familien mit Pflegeverantwor­tung meistens die Frauen erleben es täglich: Die Verantwortung für Pflegebedürftige passt nicht in den Alltag als Erwerbstätige, sie überfordert und man ist damit meistens auf sich gestellt. Unsere Gesellschaft formuliert(noch) nicht die richtigen Antworten auf diesen wachsenden Druck. Angesichts der Alterung der Gesellschaft und der Veränderungen der Pflegebedarfe müssen, nicht nur in Deutschland, viele Teile der bisher bestehenden Pflegesysteme und praktizierten Formen von Pflege infrage gestellt werden. Insbesondere die Selbstverständlichkeit, mit der die Pflegeverpflichtung überwiegend auf die Schultern von Frauen gelegt wird, kann zukünftig nicht mehr gelten. Wenn Frauen zwei Drittel aller Pflegearbeit übernehmen, ist das, wie in allen privaten Arbeits­bereichen(Kinderbetreuung, Haushaltsführung), eine Schieflage im Geschlechterverhältnis, die ver­ändert werden muss. Die Politik muss daher Ent­scheidungen treffen, die am Ziel ausgerichtet sind, Pflegeverantwortung und Erwerbstätigkeit mitein­ander zu vereinbaren, und zwar gleichermaßen für