Demografischer Wandel – Auswirkungen, Konsequenzen und Herausforderungen an ein Flächenland. Wie Politik und Bürgergesellschaft in Brandenburg Verantwortung übernehmen. von Norbert Glante 1 Mitglied des Europäischen Parlaments, SPD-Abgeordneter aus dem Land Brandenburg Demografischer Wandel – das ist mittlerweile ein feststehender Begriff, der uns immer häufiger begegnet. Kein Wunder, denn die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die mit dem altersstrukturellen Wandel einhergehen, werden enorm sein. Was jahrzehntelang kollektiv ignoriert wurde und von den meisten von uns – auch heute noch – als abstrakt und als Zukunftsszenarium bezeichnet wird – nur 24 Prozent der Bevölkerung geben an, sich um die alternde Gesellschaft Gedanken zu machen 2 –, wird in einigen Jahren bedeutende Veränderungen für uns alle mitbringen. Das heißt: Demografischer Wandel ist eben kein Zukunftsthema, denn schon heute müssen die Weichen gestellt werden, damit uns die Folgen des Alterns der Bevölkerung nicht unvorbereitet treffen. Die Politik ist gefordert, sich mit diesem Thema zu befassen, um verantwortungsvolle und sozialverträgliche Lösungen zu finden. Im Fokus dieses Textes steht daher eine Bestandsaufnahme der bereits bestehenden Ansätze in„der“ Politik sowie bei den politisch Verantwortlichen. Um es vorweg zu nehmen: Es wurde bereits einiges auf den Weg gebracht. Gleichzeitig will ich betonen, dass es aufgrund der Komplexität des Themas nicht„die“ Lösung gibt bzw. geben kann, sondern dass interdisziplinäre Ansätze für zielführende Ergebnisse notwendig sind. Die Folgen des demografischen Wandels müssen von der Arbeits- und Sozialpolitik genauso berücksichtigt und flankiert werden wie von der Gesundheits- und Kommunalpolitik. Ebenso gilt dies im Hinblick auf die Kompetenzebenen – Lösungsansätze in Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitik müssen ineinandergreifen und aufeinander abgestimmt sein, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Dies aus meinem Blickwinkel als sozialdemokratischer Europaabgeordneter für Brandenburg zu sehen, soll Ziel der folgenden Ausführungen sein. 1 Ein knappes Interview mit dem Autor finden Sie am Ende des Aufsatzes. 2 Laut einer Forsa-Umfage im August 2010, http://www.marktforschung.de/information/nachrichten/marktforschung/deutschestehen-dem-demografischen-wandel-gelassen-gegenueber/.(Alle in diesem Text zitierten Links wurden zuletzt am 09.02.2011 eingesehen.)
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Demographischer Wandel - Auswirkungen, Konsequenzen und Herausforderungen an ein Flächenland : wie Politik und Bürgergesellschaft in Brandenburg Verantwortung übernehmen
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