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Integration in Deutschland - ist das Glas halbvoll oder eher halbleer? : Ein Beitrag
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Integration in Deutschland ist das Glas halbvoll oder eher halbleer? Ein Beitrag von Aydan Özoguz Mitglied des Deutschen Bundestages(MdB) Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Dimensionen des Integrationsbegriffs Integration von Zuwanderern und ihren Nachkommen ist derzeit in aller Munde doch was genau damit gemeint ist, variiert von Aussage zu Aussage, von Standpunkt zu Standpunkt. Geht es um die Anpassung an gesellschaftlich festgelegte Standards und Gesetze, womöglich auch um so etwas wie eine deutsche Leitkultur? Dreht sich Integration primär um eine soziale Eingliederung, die das Erlernen der Verkehrssprache und das Knüpfen von Kontakten zur einheimischen Bevölkerung erfordert? Bedeutet Integration Bildungserfolg und daraus entstehende wirtschaftlich-berufliche Teilhabe? Oder sollten wir uns doch eher fokussieren auf die politische Partizipation von Mitbürgern ausländischer Herkunft? Für mich bedeutet Integration vor allem Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen am sozialen, kulturellen, politischen und auch wirtschaftlichen Leben, so dass jeder, der sich diesem Land dazugehörig fühlt, sich auch einbringen kann. Weitaus weniger Variation besteht in der aktuellen Debatte bezüglich der Bevölkerungs- und Altersgruppen: Es geht primär um Muslime, solche aus so genannten Arabischen Staaten und natürlich die aus der Türkei. Tatsachen, wie z.B. die geringen oder gar negativen Zuwanderungszahlen aus diesen Ländern, gehen leider unter in einem Diskurs, der Muslime in der Regel als die Problemgruppe darstellt. Oder wer hätte gedacht, dass 13.000 Menschen mehr aus Deutschland auswandern Die inhaltliche Verantwortung für den Beitrag trägt die Autorin. Die geäußerte Meinung muss nicht in jedem Fall der Meinung der Friedrich-Ebert-Stiftung entsprechen.