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Rentensysteme und Altersarmut im internationalen Vergleich
Entstehung
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STUDIE Rentensysteme und Altersarmut im internationalen Vergleich HARALD STÖGER September 2011 In Europa koexistieren verschiedene Typen von Rentensystemen, die das Ziel der Le­bensstandardsicherung im Alter durch einen je unterschiedlichen public-private mix in der Altersvorsorge zu erreichen versuchen. Jüngere Reformen, vor allem die Aufwertung des Äquivalenzprinzips und der Ausbau der privaten/betrieblichen Altersvorsorge zulasten der staatlichen Rentenleistungen erhöhen perspektivisch das Risiko von Altersarmut für atypische Erwerbsbiographien. Großbritannien, wo die staatlichen Rentenleistungen relativ niedrig sind und der Schwerpunkt auf privaten Zusatzleistungen liegt, weist bei Ersatzraten und Altersar­mut die im europäischen Vergleich ungünstigste Entwicklung auf. Hingegen zeich­nen sich die Niederlande im zwischenstaatlichen Vergleich durch gute Werte bei Ersatzraten und Altersarmut aus. Vornehmlich die staatliche Basissicherung und de­ren Entkoppelung vom Verlauf der Erwerbsbiographie könnten als»gute Praxis« für andere Staaten dienen. Für Deutschland wird der Vorschlag einer staatlichen Basissicherung im Alter disku­tiert. Das Problem einer obligaten betrieblichen Vorsorge liegt darin, dass diese im Regelfall keine Ausgleichsmechanismen für Unterbrechungen der Erwerbsbiogra­phien vorsieht. Als Alternative zur Basissicherung könnten flexible Rentenanwartschaften die un­günstigen Effekte atypischer Erwerbsbiographien auf die Ersatzraten teilweise kom­pensieren.