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Jahresbilanz für einen Hoffnungsträger : Labour unter Ed Miliband als Parteivorsitzender
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PERSPEKTIVE| FES LONDON Jahresbilanz f ü r einen Hoffnungstr ä ger Labour unter Ed Miliband als Parteivorsitzender NEAL LAWSON/KARL-HEINZ SPIEGEL September 2011 Der 25. September 2011 markiert den ersten Jahrestag der Wahl Ed Milibands zum Vorsitzenden der britischen Labour-Partei. Zwei Tage später wird er auf dem jährlichen Labour-Parteitag erneut eine Rede als Vorsitzender halten. Sie wird schon jetzt von einigen in der Partei als Alles-oder-Nichts-Rede angesehen. Für ihn selbst ist es eine wichtige Gelegenheit, die es zu ergreifen gilt, um sich selbst und seinen Vorsitz gegenüber der britischen Öffentlichkeit zu definieren. Dieses Papier blickt auf das erste Jahr von Ed Miliband als Labourvorsitzender zurück, um zu verstehen, was es für die Zukunft Labours und des breiteren sozialdemokratischen Projekts in Europa bedeutet. Während der Start von Ed Miliband als Parteivorsitzender recht holprig war, konnte er im Murdoch-Skandal beweisen, dass er das Format hat, sich seinen Gegnern zu stellen und seine Position durchzuhalten. Doch ist unklar, ob er diesen Weg erfolgreich fortsetzen kann und ob er es schafft, das Erneuerungsprojekt Labours mit einer überzeugenden und zeitgemäßen Erzählung abzuschließen. Ob Ed Miliband mehr als nur ein Hoffnungsträger für Labour ist, muss sich erst zeigen. Noch gibt es nichts zu feiern. Doch ist er für jetzt und die nähere Zukunft von Labour die beste Wahl, um der Partei zurück zur Macht und zu einem Zweck zu verhelfen.