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Der Franc CFA in Westafrika : wirtschaftliche und politische Implikationen der gemeinsamen Währung
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BULLETIN DE COTONOU|# 3 Der Franc CFA in Westafrika. Wirtschaftliche und politische Implikationen der gemeinsamen Währung JULIA VERENA KLEIN Februar 2013 Frankreichs Beziehungen zu seinen ehemaligen Kolonien in Westafrika sind auch heute noch sehr eng. Ausdruck der besonderen wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen ist die gemeinsame Währungseinheit, der Franc CFA, der als geltendes Zahlungsmittel in zwei getrennten Währungsräumen in West- bzw. Zentralafrika geführt wird. Durch eine feste Wechselkursbindung des Franc CFA an den französischen Franc bzw. den Euro als Ankerwährung wurde seit der Einführung des Franc CFA eine für afrikanische Verhältnisse herausragende Geldwertstabilität erreicht. Gleichwohl wird immer wieder gefordert, dass die feste Wechselkursbindung an den Euro aufgelöst oder die Franc-Zone abgeschafft werden solle, da nur auf diesem Wege ein geldpolitischer Hebel einer Wachstumsstrategie entstehen könne. Das vorliegende Kurzpapier geht auf Geschichte und Funktionsweise der Franc CFA­Zone ein. Darüber hinaus wird die institutionelle Ausgestaltung des westafrikanischen Währungsraums ebenso gewürdigt wie die spezielle Rolle Frankreichs. Der Text dient der Einführung in eine politisch wichtige, meist aber nur wenig beleuchtet Debatte, in der vermeintlich wirtschaftliche Fragen alsbald zu hochpolitischen Fragen werden.