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Trotz Ukraine-Krise : kein Paradigmenwechsel bei den lettischen Parlamentswahlen
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PERSPEKTIVE| FES LETTLAND Trotz Ukraine-Krise Kein Paradigmenwechsel bei den lettischen Parlamentswahlen IVARS IJABS| WERNER RECHMANN September 2014 n Die Krise in der Ukraine scheint auf die bevorstehenden Wahlen zum nationalen Par­lament in Lettland keinen entscheidenden Einfluss zu haben. Nach den turbulenten Krisenjahren 2009 bis 2012 sehnt man sich in Lettland nach wirtschaftlicher sowie politischer Stabilität. Diese Stimmung prägt die letzten Umfragen und Wahlkampa ­gnen der einflussreichsten Parteien. n Zahlenmäßiger Gewinner der Wahlen wird wahrscheinlich wieder die sich selbst als sozialdemokratisch bezeichnende Partei Harmonie(»Saskaņa Centrs«) sein. Sie gilt als Repräsentantin der russischsprachigen Minderheit und wird vom charismatischen Bürgermeister Rigas, Nils Ušakovs, angeführt. n Trotzdem wird mit großer Wahrscheinlichkeit die alte auch die zukünftige regieren ­de Regierungskoalition sein, bestehend aus den drei Parteien Einheit(»Vienotība«), Nationale Allianz(»Nacionālā Apvienība«, NA) und der Grünen- und Bauern-Union (»Zaļo un Zemnieku Savienība«, ZZS). n Möglicherweise kann eine neue Partei Einzug in den Saeima Einzug halten: Während der letzten Monate hat die von Frau Inguna Sudraba neugegründete Partei»Vom Herzen für Lettland«(»No sirds Latvijai«, NSL) deutlich an Beliebtheit gewonnen.