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Ambitionierte Klimapolitik mehrheitsfähig machen
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Factsheet Ambitionierte Klimapolitik mehrheitsfähig machen Die Ergebnisse der StudieVertrauensfrage Klimaschutz zeigen, dass sich in Deutschland das Problembe­wusstsein der Bevölkerung im Bereich Klimaschutz nach wie vor auf einem hohen Niveau befindet. Damit sich abstrakte Zustimmung in konkrete politische Unterstützung für eine ambitionierte Klimapolitik übersetzt, bedarf es aber dreierlei: planvolles Vorgehen, klare Maßnahmen und bessere Kommunikation. KLIMASCHUTZ BLEIBT WICHTIG. DABEI SIND WIRTSCHAFT, POLITIK UND WOHLHABENDE HAUSHALTE IN DER PFLICHT. Halten Sie die Anstrengungen der Bundesregierung beim Klimaschutz momentan für…? Müssenmehr als bisher für den Klimaschutz machen: viel zu groß eher zu groß genau richtig eher zu gering viel zu gering Alle 13 30 17 17 16 33 49 Wirtschaft und Industrie Bürger*innen mit hohen Einkommen Politik Ich selbst Bürger*innen mit mittleren Einkommen Bürger*innen mit niedrigen Einkommen 37 35 27 Angaben in Prozent 72 67 62 Quelle: pollytix strategic research gmbh. Basis: alle Wahlberechtigten. Fehlende Werte der linken Abbildung: weiß nicht. Eine relative Mehrheit hält die derzeitigen Anstrengungen der Bundesregierung beim Klimaschutz für nicht ambitioniert genug und das auch in Krisenzeiten. Nur eine Minderheit der Befragten erachtet die Debatte um den Klimawandel und dessen nega­tive Folgen als übertrieben. STUDIEN-DESIGN Die Methode der Studie war dreistufig angelegt. In der ersten Stufe wurden Beiträge zum Thema Klima­schutz von Politiker*innen der SPD, CDU/CSU, FDP und den Grünen sowie Programme und Leitanträge von Parteitagen(2018–2023) mithilfe einer qualitati­ven Inhaltsanalyse systematisiert. In der zweiten Stufe wurden die so identifizierten Argumentationsmuster in Onlinefokusgruppen getestet. Im dritten Schritt wurde vom 15.–23.9.2023 eine quantitative Hybrid­befragung(n= 2.507 Wahlberechtigte aus Deutsch­land ab 18 Jahren) durchgeführt, um repräsentativ die Einstellungen zum Klimaschutz sowie zu dessen Inst­rumenten, Akteur*innen und positiven Narrativen zu messen.(mehr dazu S. 5f.) DIERICHTIGE KLIMAPOLITIK DISKREPANZ ZWISCHEN POLITISCHEM ANGEBOT UND NACHFRAGE Insgesamt zeigt sich, dass es große Zweifel an der Problemlö­sungskompetenz der Parteien gibt: Keine Partei erreicht bei Kompetenzen im Zusammenhang mit Klimaschutz mehr als 25 Prozent. Dabei spielt der weitverbreitete Mangel an Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der Politik im Allgemeinen eine maßgebliche Rolle. Dennoch wird diese in der Verantwortung gesehen, mehr für den Klimaschutz zu unternehmen. 70 Prozent erwarten zudem, einmal be­schlossene Klimaziele auch einzuhalten . Wenn es um die Umsetzung von Maßnahmen geht, sprechen sich 81 Prozent der Befragten dafür aus, dass klimafreundli­ches Verhalten unterstützt wird, beispielsweise durch finan­zielle Förderungen. Eine Mehrheit von 55 Prozent ist aber auch offen für Verbote. Lediglich für die Verteuerung kli­maschädlichen Verhaltens, etwa durch höhere Preise, findet sich keine Zustimmung(s. S. 15ff.).