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Angst vor der Bombe : eine Umfrage in Deutschland, Frankreich, Lettland und Polen
Entstehung
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/SPOT LIGHT Januar 2023 Angst vor der Bombe Eine Umfrage in Deutschland, Frankreich, Lettland und Polen Der 24. Februar 2022 brachte nicht nur den gro­ßen zwischenstaatlichen Krieg zurück nach Euro­pa, sondern auch existentielle Angst zurück ins Bewusstsein der Bürger:innen. Die Angst vor Krieg oder auch einer nuklearen Eskalation ist nun nicht mehr virtuell oder ein hypothetisches Element wis­senschaftlicher Aufsätze, sondern sehr präsent in der Wahrnehmung der Menschen in Europa. Dies geht aus Umfragen hervor, die von IPSOS Global im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung im Herbst 2021 und im Herbst 2022 in Deutschland, Frank­reich, Lettland und Polen durchgeführt wurden. Die­se Angst ist begleitet vom Bewusstsein, dass eine scheinbar militärisch kontrollierte Situation schnell eskalieren und außer Kontrolle geraten kann. Dies ist angesichts der Tatsache, dass der Aggressor Russland ist und die Ukraine an vier NATO-Staaten grenzt, nur zu verständlich. Für die Politik bedeu­tet das die anspruchsvolle Aufgabe, diese Ängste ernst zu nehmen, sie in den Entscheidungs- und Kommunikationsprozess einzubeziehen und darauf zu reagieren, sich davon aber nicht lähmen lassen. Inmitten eines Krieges mit dynamischen Frontsitu­ationen, diffusen Zielvorstellungen der involvierten Kriegsbeteiligten und immensen Kosten uninten­dierter Eskalationen einem verantwortungsethsi­chen Imperativ zu folgen ist in mehrfacher Hinsicht schwierig und zugleich dringend benötigt. Wenn man in dieser existentiellen Krise politisch-verant­wortlich handelt und die Bevölkerung kommunika­tiv mitnimmt, kann die Akzeptanz sicherheitspoliti­scher Entscheidungen wachsen. German Angst Der BegriffGerman Angst hat international Karriere gemacht. Er hat viele Facetten und beschreibt ein hohes Ängstlichkeitsniveau, welches sich aus akkumulierten histori­schen Krisenerfahrungen zusammensetzt. Sei es die Angst vor hoher Inflation, staatli ­cher Überwachung oder migrationsinduzier­ter Überfremdung oder die diffusere Angst vor dem sozialen Abstieg oder eben die Angst vor einem atomar geführten Krieg. 1