Die Hanse: Modell für Globalisierung? Um das Jahr 1150 schließen sich Kaufleute zu einer Gemeinschaft zusammen, der Hanse. In dieser Gemeinschaft können die Kaufleute ihre Interessen besser durchsetzen. Außerdem können sie sich und ihre Waren besser schützen. Sie gründen Kontore in den Städten, in denen sie Handel treiben. In den Kontoren finden die Kaufleute Schutz in fremden Städten und Ländern. Rund 200 Jahre später schließen sich auch ganze Städte der Hanse an. Es sind Städte, die durch den Handel ihrer Bürger reich geworden sind. Diese reichen Städte erkämpfen sich größere Freiheiten von den Herrschern. Auch dafür ist der Zusammenschluss von Vorteil. Die Hanse hält regelmäßig sogenannte Hansetage ab. Hier treffen sich die Vertreter der Hansestädte und vereinbaren Verträge mit Handelspartnern aus anderen Ländern. Auf den Hansetagen beschließt man auch die Aufnahme neuer Mitglieder. Die Hanse hat großen Einfluss auf die Politik. Sie kann Herrscher zum Beispiel mit Geld unterstützen und so zur Macht verhelfen. Die Hanse gibt Herrschern Geld für Kriege. Sie führt sogar selbst Krieg. Im Lauf der Zeit verliert die Hanse an Bedeutung. Die„Entdeckung“ Amerikas und der schnell wachsende Handel mit der„Neuen Welt“ beschleunigen das Ende der Hanse. 40
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