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Die Industriepolitik von der Energiepolitik emanzipieren : Plädoyer für einen neuen strategischen Ansatz
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MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG OKT 2023 Die Industriepolitik von der Energiepolitik emanzipieren Plädoyer für einen neuen strategischen Ansatz AG Energie und Umwelt im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung Die Zeit billiger Energie ist mit dem Ukrainekrieg vorbei Erneuerbare Energien senken die Energiekosten aber nicht nur bei uns Energiekosten senken ersetzt keine Industriepolitik Industriepolitik schützt Wertschöpfungscluster und stärkt Resilienz Die nötige Neuaufstellung von Industriepolitik orientiert sich strategisch an Innovation und Transformation Es gibt genügend Kernkompetenzen für die Märkte von morgen Wichtigste Staatsaufgaben: Bildung, Forschung, Infrastruktur, Digitalisierung Der Wertschöpfungsanteil der Industrie wie auch des ver­arbeitenden Gewerbes am BIP lag 2022 in Deutschland bei 23,5%. Unverändert belegte Deutschland damit einen sehr guten Platz in Europa, nicht zuletzt im Vergleich zu Frank­reich(13,3%), den Niederlanden(17,0%), Spanien(17,6%) oder Italien(20,5%). Allerdings lag Deutschland u.a. hinter Ländern wie Polen(27,6%), Tschechien(27,0%) oder Rumä­nien(24,8%) nur auf Platz 9, während es in den Jahren 2017 bis 2019 immerhin noch Platz 5 belegte. 1 Wie selbst­verständlich versteht sich Deutschland als ein Industrieland mit hohem Wohlstand und mit vergleichsweise vielen tarifli­chen, also sozial gut abgesicherten und gut bezahlten Arbeits­plätzen. Doch das Bild bekommt Risse, in diesem Sommer nicht zu­letzt durch die Konjunkturprognose des Internationalen Währungsfonds. Der IWF sieht Deutschland 2023 mit einem Wachstum von-0,3% auf dem letzten Platz der Reihe der 1 Eurostat: Gliederung des Bruttoinlandsprodukts und Einkommens nach A*10 Wirtschaftsbereichen(online Datencode: NAMA_10_A10); https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser; Irland bringt es gar auf einen Anteil von 41,1%.